Anlagenberichte
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"Gut Ding braucht Weile". Am 29. Mai war es soweit, der erste Zug fuhr noch etwas improvisiert über die Falkensteinbrücke. Ein 9-Wagen Erzzug mit Fahrzeugen von Lucki war der erste durchgehende Zug von Kleinreifling nach Enns und wieder zurück.
Für Modellbahnfreunde: Die Runde dauerte ohne anzuhalten knapp 25 Minuten.

Foto: Schnell mit dem Mobiltelefon dokumentiert
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✨ Die Geschichte vom großen und kleinen Stift
Ein besonderer Hingucker ist das Stift Sankt Florian mit dem historischen Marktplatz. Das Modell ist knapp 2 m lang und 1 m breit und zieht schon durch seine Größe die Aufmerksamkeit auf sich. Mit einem Maßstab von ca. 1:130 ist es nicht ganz im klassischen H0‑Maßstab (1:87) der Modellbahn, doch gerade diese Abweichung macht es zu einem einzigartigen Blickfang, der sich harmonisch in die große Anlage einfügt.
Es war einmal ein Bauwerk, das seit Jahrhunderten über das Land wachte: das Stift Sankt Florian. Seine barocken Mauern, die mächtigen Türme und die kunstvollen Innenhöfe waren nicht nur ein geistliches Zentrum, sondern auch ein kultureller Schatz für die ganze Region. Generationen von Menschen kamen hierher – Pilger, Schüler, Musikliebhaber, Besucher aus aller Welt. Das Stift war ein Ort der Begegnung, der Inspiration und der Erinnerung.
Viele Jahre später, im Herzen des Ortes, entstand eine ganz besondere Idee: Das Stift sollte auch in der Miniaturwelt des Modellbahnclubs Sankt Florian seinen Platz finden. Mit viel Geduld und modernem Know‑how konstruierten die Mitglieder das Bauwerk zunächst im CAD‑Programm, bevor es Stück für Stück im 3D‑Drucker entstand. Anschließend wurden die Teile sorgfältig zusammengesetzt, bemalt und verfeinert – bis jeder Turm, jedes Fenster und sogar die charakteristischen Dachformen ihre barocke Pracht entfalten konnten.
Doch der Modellbahnclub ist weit mehr als nur ein Ort für Technik. Hier treffen sich Generationen: Kinder, die staunend ihre ersten Züge steuern, Jugendliche, die mit CAD‑Software experimentieren, und erfahrene Modellbauer, die ihr Wissen weitergeben. Gemeinsam schaffen sie eine Welt, in der Geschichte und Gegenwart verschmelzen. Neben dem Stift rollen historische Dampfloks, moderne Triebwagen und liebevoll gestaltete Güterzüge – alles eingebettet in detailreiche Landschaften, die von der Region Oberösterreich erzählen.
Wenn die Züge der „Florianerbahn“ vorbeifahren, wirkt es fast so, als ob das kleine Stift seine große Schwester grüßt. Die Besucher bleiben staunend stehen: „Schau, das ist ja unser Stift – nur in klein!“ Kinder laufen begeistert zum Modell, während ältere Gäste oft schmunzeln und sagen: „So haben wir es schon als Schüler gesehen.“ Für den Club ist dieser Moment das größte Geschenk: Menschen zusammenzubringen und ihnen Freude zu schenken.
Das Modell ist mehr als ein Bauwerk aus Kunststoff und Farbe. Es ist ein Symbol für die Verbindung von Tradition und Innovation: Das große Stift, das seit Jahrhunderten Kultur und Geschichte bewahrt, und das kleine Stift im Modellbahnclub, das diese Geschichte mit moderner Technik in die Welt der Miniatur überträgt. Beide erzählen dieselbe Botschaft – dass Gemeinschaft, Kreativität und Liebe zum Detail Orte lebendig machen, egal ob in Stein oder im Modellmaßstab.

✨ So lebt das Stift Sankt Florian gleich doppelt: einmal in seiner majestätischen Realität und einmal als Miniatur im Modellbahnclub, wo es die Besucher ebenso verzaubert wie das Original – und wo die Clubgemeinschaft mit Herzblut dafür sorgt, dass die Begeisterung für Eisenbahn und Geschichte weitergegeben wird.
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Das Bild gibt einen Überblick über die gesamte Modellbahnanlage des Modellbahnclub Sankt Florian. Die einzelnen Pfeile bezeichnen die Einzelmotive.

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Der Bahnhof Enns Hauptbahnhof ist seit Eröffnung der Westbahn der betriebliche Mittelpunkt der Modellbahn.

Auf der Westseite geht die Strecke Richtung Linz (Schattenbahnhof) in einem engen Linksbogen in den Tunnel zur Gleiswendel. Nach Osten fährt man über die lange Hafenbrücke, sie ist der Donaubrücke Mauthausen nachempfunden, um kurz später im Bahnhof Franckstrasse anzukommen.

Hafenbruecke 3D Konstruktion
Die Brücke entstand im 3D Druck. Als Vorbild wurde die Donaubrücke Mauthausen herangezogen, jedoch um ein zweites Gleis ergänzt. Leider verschwinden die alten Stahlbrücken immer mehr und werden durch Betonbrücken ersetzt.

Die Brücke beim Lackieren.

Die Fachwerkbrücke aus der Nähe beim Lackieren.
Der Bahnhofsame stammt von der Haltestelle Franckstrasse, knapp vor der Steyregger Donaubrücke zwischen VOEST Betriebsgelände und Chemiepark in Linz gelegen. Der Gleisplan hingegen ist eine Hommage an den Bahnhof Steinbrück der österreichischen Südbahn im frühen 20. Jahrhundert. Das Bahnhofsgebäude in Brückenlage wird dem Bahnhof Steyr mit seinem modernen Busbahnhof in Hochlage nachgebildet.
Von hier zweigt auch die Strecke in die Gleiswendel zum Anlagenteil Ennstal ab. Über einen weiteren 180° Bogen kommt man zum Bahnhof Enns Stadt. Dieser ist frei erfunden und liegt unterhalb der Stadt Enns. Tatsächlich war von der Kronprinz Rudolf Bahn ursprünglich geplant, den Anschluss an die Kaiserin Elisabeth Bahn (heutige Westbahn) in Enns zu bauen. Das Vorhaben wurde aber aufgrund des Widerstandes der Ennser Bürgerschaft zur Mitte des 19. Jahrhunderts nicht umgesetzt. In der Folge wurde der heutige Bahnhof Enns in der damals noch unabhängigen Nachbargemeinde Lorch gebaut. Der Anschlussbahnhof der KRB entstand im benachbarten Sankt Valentin.
Die Strecke führt auf der Modellbahn dann über den langen, freiliegenden Gleisabschnitt zur Gleiswendel und verschwindet im Tunnel unter der Gleiswendel.
Von Enns startet auch die Florianerbahn nach Sankt Florian. Neben dem Modell des Original Florianer Triebwagens sieht man hier auch echte Schnellzüge nach Sankt Florian fahren. In Ermangelung österreichischer Hauptbahn-Schmalpurfahrzeuge haben wir Modelle der Räthischen Bahn, einer schmalspurigen Bahn in der Schweiz nach Österreich gebracht. So hätte die Florianerbahn aussehen können, wenn der Originalplan als direkte Verbindung der Städte Linz und Steyr, mit einer Anbindung zur Westbahn verwirklicht worden. Heute wäre zumindest ein Hauptbahnmäßiger S-Bahn Betrieb denkbar und das "Florianer Landl" durch ein Bahnlinie erschlossen. Dem kam der 1. Weltkrieg in die Quere und bis zur Einstellung 1973 blieb nur ein kleiner Teil des ursprünglich für die Region so wichtigen Schienenstrangs verwirklicht. Die Hoffnung für eine Zukunft als Museumsbahn ist auch schon lange verloren. Heute fahren nur mehr auf der Modellbahn im Stiftsmeierhof Züge vom Bahnhof Sankt Florian ab. Die Gleisanlagen der der Florianerbahn wurden 2017 bis auf einen kleinen Rest abgetragen.
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Das große Bergmassiv ähnelt entfernt dem Bosruck. Es war daher für uns naheliegende, dass der Tunnel auf der Rückseite des Bergmassives der Bosrucktunnel ist.

Einfahrt in den Bosrucktunnel von Klaus kommend.
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Die Falkensteinbrücke an der Tauernsüdrampe ist nach der Burg Falkenstein benannt. Die Burg ist in Privatbesitz. Kibri brachte bereits vor Jahrzehnten ein recht beachtliches Modell der Burg auf den Markt. Auch bei uns hat die Burg ihren Platz unter der Falkensteinbrücke gefunden.

Bild: Werkbild Viessmann-Kibri
Unter der Burg befindet sich im Berg die Gleiswendel zur Auffahrt auf die Falkensteinbrücke. An diesem Anlageabschnitt wird gerade gearbeitet.

Hoch über dem Tal, nur mit der Standseilbahn erreichbar, trohnt die Burg Falkenstein.
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Seit vielen Jahren trohnt über der Bahnhofsausfahrt von Klaus eine mächtige Burgruine. Lange war nicht bekannt, wer die Herrscher auf dieser einst so mächtigen Burg waren. Bei einem Gespräch mit einer Besucherin aus Steyr konnte das Geheimnis gelüftet werden. Das ist die Ruine Losenstein, die über dem gleichnamigen Ort im Ennstal wacht.

Im Vordergrund ist am Burgfelsen die Burgruine Losenstein zu erkennen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Losenstein
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Die Birnbahn
Mitte des 19. Jahrhunderts wurde in Spittal eine heiße Quelle entdeckt. Um auch am aufkommenden Fremdenverkehr teilnehmen zu können, gründeten einige betuchte Einwohner von Spittal die Birnbahn AG. Nach der Einführung der parallel zur Bahn verlaufenden Buslinie war die Bahn stark einstellungsgefährdet. Der Umbau auf einen Radfahrweg konnte aber abgewendet werden.
Heute führen moderne Dieselloks die schweren Züge des Fahrplanbetriebs. Im Bereich des Besucherverkehrs werden aber auch immer wieder die alten, liebevoll gepflegten Loks aus der Gründungszeit eingesetzt.

Der Betrieb wird auf der Birnbahn weitgehend manuell abgewickelt
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Eisenerz am Erzberg. Die Stadt in der Steiermark ist eng mit dem Erzberg verbunden. Das Eisenerz auf der Modellbahnanlage hat mit dem steirischen Eisenerz keine Gemeinsamkeiten und ist völlig frei erfunden. Lediglich der Schichtturm, die Verladeanlage und der Bahnhof Erzberg sind als masstäbliche Modelle vorhanden. Die Brücke in der Mitte ist nach Bildern der Schlossbachbrücke in Handarbeit entstanden.

Bild: Schichtturm. Da die Knappen am Erzberg keine Uhren hatten, diente der Schichtturm dazu, den Arbeitsbeginn und das Arbeitsende zu läuten. Der Ursprung des Baus geht bis in die Renaissance zurück.

Blick über Eisenerz auf den Erzberg. Rechts im Bild der Schichtturm. Am Erzberg die Verladeanlage und das Bahnhofsgebäude Erzberg. Im Hintergrund sind die Terassen des Erzberg erkennbar.
Um den Erzberg gibt es eine schöne Sage:
In der Nähe des Leopoldsteiner Sees, gleich neben der Bundesstraße, die von Eisenerz nach Hieflau führt, befindet sich ein kleiner Wassertümpel, die "Schwarze Lacken". Dort sahen die Leute vor vielen hundert Jahren öfter einen Wassermann. Gewöhnlich war er in der Grotte hinter dem Tümpel, zuweilen stieg er an warmen Tagen ans Ufer, um sich zu sonnen.
Damals glaubte man, dass so ein Wassermann große Schätze besitze. Aus diesem Grund wollten ihn die Leute fangen. Er war aber sehr scheu und glatt wie ein Fisch, mit bloßen Händen daher nicht zu halten. Also griffen die Leute zu einer List.
Eines Morgens, es war ein warmer, sonniger Tag, stellten sie Braten und Wein ans Ufer und legten Kleidungsstücke dazu, die sie vorher innen mit Pech bestrichen. Dann versteckten sie sich und warteten. Nach einer Weile kam der Wassermann tatsächlich aus der Grotte heraus und besah neugierig die Sachen. Schließlich griff er gierig nach dem Braten und trank den Wein aus. Dann zog er die Kleider an, tanzte eine Weile herum und legte sich danach nieder. Der Wein übte seine Wirkung aus und der Wassermann schlief fest ein.
Als dies die Leute sahen, stürzten sie sich auf den Schlafenden und fesselten ihn. Er wachte auf, wehrte sich mit aller Macht, aber es half nichts. Sie führten in taleinwärts und waren schon zu der Stellen gekommen, wo man zum ersten Mal den Erzberg erblickt. Hier wollte der Wassermann nicht mehr weiter. Er tobte, jammerte und schrie und versprach schließlich für seine Freilassung große Schätze. Das hörten die Leute gerne und fragten gleich: "Was willst Du uns geben?„
Und der Wassermann sprach:
"Nun wählet schnell auf dieser Stell'!
Ein gold'ner Fuß bald schwinden muß.
Ein silbernes Herz, die Zeit verzehrt's.
Ein Eiserner Hut, hält lang und gut.
Erwägt es klug, dann habt genug!„
"Den Eisernen Hut wollen wir haben", riefen die Leute. Nun zeigte der Wassermann auf den Erzberg und sprach: "Seht, dort steht er: dieser Berg wird Euch Eisen für immer geben! - Jetzt aber führt mich zurück in meine Grotte!"
Die Leute glaubten ihm, führten ihn zurück zur Grotte und ließen ihn frei. Sogleich verschwand der Wassermann in der Tiefe. Die Erde bebte, das Wasser rauschte gewaltig und wurde blutrot. Aus der dunklen Tiefe der Schwarzen Lacken ertönte aber noch eine unheimliche Stimme: "Um das beste habt ihr aber doch vergessen zu fragen, und zwar um den Karfunkelstein und um die Bedeutung des Kreuzes in der Nuss!" Was der Wassermann damit meinte, ist noch bis heute ein Rätsel geblieben. Die Leute liefen eilig davon, der Wassermann zeigte sich nie wieder.
Das Versprechen des Wassermannes - ".....Eisen auf immerdar ...." hätte sich sicherlich bewahrheitet, wenn der Erzabbau mit Schlegel und Eisen auch heute noch angewandt würde. Er konnte auf keinen Fall wissen, dass die Bergbautechnik so rasch voranschreiten würde.
Wenn man es noch genauer nehmen würde, hat der Wassermann trotzdem nicht gelogen. Erze mit weniger als 20 % Eisengehalt werden auf den Halden im Gsoll abgestürzt und diese werden uns wohl auch nach der endgültigen Einstellung des Abbaues erhalten bleiben. Und natürlich dürfen die beträchtlichen Quantitäten unter dem Werfener Schiefer nicht vergessen werden.

So sieht der Bahnhof im August 2025 aus.
Die Gleiswendel zur Auffahrt auf auf die Falkensteinbrücke wird von unserem Erzberg verdeckt.
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Der Originalbahnhof von Enns hat verkehrstechnisch nur Aufgrund der Anschlussbahn des Containerterminals eine Bedeutung. Das war noch bis in die späte 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts anders. Die Zuckerfabrik und das große Schwellenlager gaben dem Bahnhof eine gewisse zumindest regionale Bedeutung.

Bild: Totalaufnahme des Hauptbahnhofes von der Ausfahrt in Richtung Schattenbahnhof fotografiert
Vor dem Bahnhofsgebäude ist eine Gartenanlage in der Form eines blinkenden Schmetterlings aufgebaut.
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⛰️ Der Erzberg und seine Verladeanlage – Geschichte im Modell
Der Erzberg in der nordwestlichen Steiermark ist seit Jahrhunderten das Zentrum des österreichischen Bergbaus. Generationen von Bergleuten haben hier Eisenerz gewonnen und damit die Grundlage für die industrielle Entwicklung des Landes geschaffen. Mit seiner markanten Stufenform ist der Erzberg bis heute ein Wahrzeichen der Region und ein Symbol für die Kraft des Eisens.

Rund um den Erzberg entstanden über die Jahrhunderte zahlreiche Hüttenbetriebe, die das Erz direkt vor Ort verarbeiteten. Mit der fortschreitenden Industrialisierung im 19. und 20. Jahrhundert wurden viele dieser kleineren Werke unrentabel und verschwanden. Größere, modernere Hütten übernahmen ihre Aufgaben, und schließlich wurden die österreichischen Hüttenbetriebe in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts unter staatlicher Aufsicht in der VÖEST‑ALPINE Gruppe zusammengefasst.
Ein besonderes Denkmal dieser langen Tradition ist die Verladeanlage am Erzberg, die heute unter Denkmalschutz steht. Sie erinnert eindrucksvoll daran, wie das gewonnene Erz verladen und abtransportiert wurde – ein technisches Meisterwerk, das den Alltag der Bergleute prägte und die Verbindung zwischen Bergbau und Eisenbahn sichtbar macht.

Für den Modellbahnclub Sankt Florian ist diese Verladeanlage ein zentrales Element unserer Darstellung: In unserer Modellwelt rollen Erz‑Züge über die Gleise und passieren die nachgebildete Anlage, die im Kleinen zeigt, wie eng Bergbau, Eisenbahn und Industrie miteinander verbunden waren. Besucher können so nachvollziehen, wie das Erz seinen Weg vom Berg über die Verladeanlage bis zu den Hüttenwerken nahm.
Unsere Modelle machen Geschichte erlebbar: Sie zeigen nicht nur Züge und Landschaften, sondern auch die harte Arbeit der Bergleute, den Wandel der Hüttenbetriebe und die Bedeutung des Eisens für Österreich. Die denkmalgeschützte Verladeanlage wird dabei zum Symbol für den Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Gegenwart – ein Stück Industriegeschichte, das im Modell weiterlebt und die Besucher mit seiner Authentizität begeistert.
✨ So wird der Erzberg mit seiner Verladeanlage nicht nur als historisches Denkmal bewahrt, sondern auch als lebendiges Modell im Club weitergeführt – ein Botschafter der Industriegeschichte, der Jung und Alt gleichermaßen fasziniert.
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Falkensteinbrücke
Die Falkensteinbrücke ist mit 396 Meter die längste Brücke der Tauernbahn und zählt zu den größten Eisenbahnbrücken Österreichs. Das zweigleisige Bauwerk liegt in Kärnten bei Obervellach, in der Nähe der Burg Falkenstein, und überspannt ein Quertal des Mölltales mit zwei Bögen. Es wurde im Rahmen der Neutrassierung zwischen den Jahren 1971 und 1973 errichtet.
Quelle: Wikipedia
Modell der Falkensteinbrücke im Eingangsbereich des Modellbahnclub Stankt Florian. Während das Original aus Stahlbeton erbaut wurde besteht das Modell aus Holz. Der Brückenbogen wurde als Leimbinder über eine Schablone gebogen. Der Fahrbahnträger ist innen hohl und dient wie im Original als Kabeltrasse.

Der erste Zug auf der Falkensteinbrücke
Die Oberfläche der Brücke besteht aus einem selbst gemischten Kunstharzputz aus Leim Farbe und Sand. Um den gewünschten Effekt zu erzielen muss man etwas experimentieren.
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„Cordoba reloaded – Miniatur-Klassiker auf dem MBC-St-Florian“
Der Fußballplatz vibriert vor Spannung. Die Miniatur-Fans schwenken rot-weiß-rote Fahnen, manche sogar mit dem berühmten Spruch: „I werd narrisch!“ – eine Hommage an Edi Fingers ekstatischen Kommentar von damals.
In der 87. Spielminute gelingt es dem kleinen Stürmer „Hansi H0-Lindner“ mit einem präzisen Schuss ins rechte Eck, die Partie mit 3:2 zu entscheiden – exakt wie beim historischen Duell 1978 in Cordoba. Die Mini-Deutschland-Elf hadert, aber anerkennt sportlich den leidenschaftlichen Einsatz der österreichischen Jungs vom „SV SpurH0“.

Die Stadionlautsprecher (unsichtbar, aber per Soundmodul aktiviert) spielen „Wunder gibt es immer wieder“ und die Fans feiern, als wäre das Diorama die Festwiese von Wien. In einem nahegelegenen Mini-Wirtshaus stoßen zwei Figuren mit Maßkrügen an – „Auf Cordoba, das ewige Spiel!“
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Unser aktuelles Bauprojekt - die Galerie
Um den Gleisverlauf in Gleiswendeln sichtbar zu machen benötigt es einige Tricks. wir nutzen eine Galerie um bei der Auffahrt zur Falkensteinbrücke Einblicke in die Gleiswendel zu ermöglichen.
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Das große Vorbild für unsere Galerie steht an der Semmeringbahn. Die Einzelteile entstehen wieder im 3D-Druck.

Man kann auch die Bauart des Geländes gut erkennen. 6-Kant Drahtgitter als stabiler Unterbau auf die Spanten getackert. Der Aufbau erfolgt mit Glasfaser-Putzgitter und handelsüblichem Fliesenkleber. Wir verwende an der Stelle den jeweils billigsten Fliesenkleber.
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Im Bild sind bereits Teile der Galerie aufgestellt. Eine besondere Herausforderung ist dabei der Einbau in der Steigung. Dadurch müssen die einzelnen Bögen entsprechend der Steigung angepasst werden. Im Vordergrund ist bereits das Drahtgitter mit Fliesenkleber verspachtelt.

Unterhalb der Galerie entsteht eine lange Hangbrücke. Vorbild dazu war das Pünderich Viadukt an der Mosel. Das Motiv hat aber zweifelsfrei auch Ähnlichkeit mit der "Loderleiten" an der Enns nahe Ernsthofen.

Ein paar Tage später ist das Motiv bereits bis zur Eben "Breitenstein" mit Fliesenkleber verspachtelt.

Im März sieht es an der Stelle so aus.

Die Galerie ist eingespachtelt. Wir nehmen dazu handelsüblichen Fliesenkleber. Das Ergebnis ist deutlich stabiler als Gips.
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🚆 Modellbahn trifft Alpen- und Mosel-Ingenieurskunst
Das Bild zeigt eine liebevoll gestaltete Modellbahnanlage mit Tunnelportalen, Viaduktbögen und alpiner Landschaft – und genau hier lässt sich wunderbar eine Brücke zur realen Eisenbahntechnik schlagen: zur Biaschina-Kehrtunnelstrecke in der Schweiz und dem Pündericher Hangviadukt an der Mosel.
🌀 Biaschina-Kehrtunnel – Schweizer Ingenieurskunst in Spiralen
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Die Biaschina-Strecke ist Teil der historischen Gotthardbahn und überwältigt mit ihren Kehrtunneln, die sich spiralförmig durch die steile Tessiner Landschaft winden.
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Die Tunnel wie Travi und Pianotondo ermöglichen es Zügen, auf kurzer Strecke große Höhenunterschiede zu überwinden – ein Meisterwerk der alpinen Eisenbahntechnik.
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In der Modellanlage erinnert die Kombination aus Tunnel und Viadukt an diese raffinierte Streckenführung – besonders die enge Kurvung und die Höhenstaffelung.
🌉 Pündericher Viadukt – Moselromantik auf Schienen
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Der Pündericher Hangviadukt ist mit seinen 92 Bögen das längste Hangviadukt Deutschlands und schlängelt sich malerisch entlang der Mosel.
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Er verbindet die Orte Bullay und Traben-Trarbach und ist Teil der historischen Moseltalbahn.
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Die Viaduktstruktur im Modell – mit ihren Rundbögen und der Hanglage – erinnert stark an diesen Bau, besonders durch die Kombination aus Brücke und Tunnelportal.
🧩 Modellbahn als Bühne für große Vorbilder
Die dargestellte Szene im Bild könnte also eine Miniatur-Hommage an diese beiden ikonischen Bauwerke sein – die Biaschina-Kehrtunnel mit ihrer alpinen Raffinesse und das Pündericher Viadukt mit seiner landschaftlichen Eleganz. Beide zeigen, wie Eisenbahn nicht nur Technik, sondern auch Kultur und Landschaftsgestaltung ist.

Bild: Gleiswendel - das Viadukt stammt von den Biaschina Kehrtunneln.
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Die Oberösterreichische Glocken- und Metallgießerei, auch als Glockengießerei St. Florian bekannt, war eine Glockengießerei im oberösterreichischen St. Florian. Mit diesem Betrieb verbindet man vor allem Österreichs berühmteste Glocke, die Neue Pummerin, die hier gegossen wurde. Das Gebäude wurde nach Zeichnungen und Fotos gebaut.

Glockengiesserei, im Hintergrund St. Florian mit Stift und Lokschuppen
Blick in die Gießhalle. Hier wird wohl gerade die Form für die Pummerin gebaut.

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„Abschlag ins Geheimnis – Golfen in Spittal“
Inmitten sanft geschwungener Modellhügel liegt der renommierte Golfplatz von Spittal an der Birnbahn, flankiert von edlen Miniatur-Villen, Kurgästen mit Strohhüten und der ikonischen Bahnhofslinie, die regelmäßig Besucher aus ganz „Modellistan“ bringt. Der Ort gilt als Geheimtipp für alle, die Erholung und Eleganz im Maßstab 1:87 suchen. Das Grün ist makellos – handbemalt, filigran gepflegt, und selbst die Mini-Rasenmäher tuckern.

Aber das wahre Highlight liegt etwas abseits, hinter Loch 13: Der See von Birnbahn, in dessen klarer Oberfläche ein Kirchturm aufragt – inspiriert von der Kirche im Reschensee. Die Miniaturglocken stehen still, doch unter Kennern erzählt man sich, dass beim Hole-in-One an diesem Loch manchmal ein zarter Glockenklang erklingt… ein akustisches Modellgeheimnis! Am späten Nachmittag schiebt sich ein exklusiver Golfsonderzug von St. Florian heran – mit Teewagen, Pro-Shop-Modul und einem Spezialwaggon für Modellgolfer. Auf der Terrasse des Clubhauses nippt ein Figurengast an seinem Maßstab-Grapefruitsaft und blickt verträumt über den See. Vielleicht denkt er darüber nach, ob unter den Miniaturwellen noch ein ganzes Dorf verborgen liegt.
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Hafenbrücke
Wie bei so vielen anderen Modellen wurde auch für unsere Hafenbrücke ein reales Vorbild verwendet. Bei Mauthausen wird die Donau von einer 60 Jahre alten Fachwerkbrücke überspannt. Die Brücke wurde auf 2 Gleise ausgebaut und in der Länge stark gekürzt. Seit Sommer 2024 überspannt das Modell den Hafen.

Die Hafenbrücken noch im Rohbau und unlackiert
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„Dampf am Morgen – das Heizhaus von Klaus“
Die Sonne kriecht langsam über die modellierte Bergkulisse, während der Bahnhof Klaus noch in verschlafene Stille gehüllt ist. Doch aus dem kleinen Heizhaus am Südende steigen erste Dampfwölkchen auf – ein Zeichen, dass hier schon gearbeitet wird.
Lok 298.01, eine robuste Tenderlok der ÖBB, ruht friedlich im Schatten der Backsteinmauern. Der Heizer, Miniaturfigur Fritz mit blauem Overall und rußverschmiertem Gesicht, schaufelt Kohle aus dem kunstvoll gestapelten Vorrat neben dem Gebäude. Im Inneren flackert eine LED-Flamme, die das Glühen der Feuerbüchse simuliert.

Auf der Nebengleis rammt gerade ein Schmalspur-Rangierer mit mäßigem Tempo eine Gruppe leerer Güterwaggons heran – heute wird Holz verladen. Doch bevor es losgeht, braucht die Lok Wärme, Wasser und Druck. Das Heizhaus ist Herz und Lunge zugleich.
Ein Besucher scannt den QR-Code mit der Aufschrift "SCAN ME" und erfährt auf seinem Handy, wie das echte Heizhaus in Klaus Vorbild für dieses Modell wurde.
Ein Pfiff, ein Zischen, ein Klack: Die Tore öffnen sich, und mit rhythmischem Schnauben rollt die Lok aus dem Schatten ins Licht – bereit für ihren Dienst auf der kleinen, großen Bahn der Welt.
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Am rechten Anlagenschenkel entsteht gleich neben dem Bahnhof Enns das Hafengelände mit Hüttenwerk. Natürlich dient der Hafen Enns als Vorbild. Die Stahlindustrie orientiert sich klarer weise an der VÖEST in Linz. Zu einem richtigen Hüttenwerk gehören natürlich ein Hochofen, ein Stahlwerk und ein Walzwerk. Alles das ist auch im Modell zu finden.


Personenaufstiege am Hochofen

Trix lieferte vor vielen Jahren den Bausatz "Blast Furnace" von Walthers in der Serie vom Erz zum Stahl. Glücklicherweise konnten wir auf Ebay einen Bausatz ersteigern. Da Bilder mehr erzählen als 1000 Worte...
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Tatsächlich gibt es Abzweigbahnhöfe mit einer einzigen Weiche. In Kastenreith gibt es diese seltene Situation im Original zu sehen.
Kasten waren zur Zeit der Holzflösser die abendlichen Haltepunkte. Der Kasten in Kastenreith beherbergt ein Museum der Ennskraftwerke AG und wurde daher bereits mehrfach renoviert. Auf der Enns finden sich wie im Original immer wieder Wassersportler, die natürlich auch am Modell nicht fehlen dürfen.
Im Original geht es links in den Tunnel und weiter nach Norden in die Bezirkshauptstadt Steyr. Rechts zweigt die Strecke nach Amstetten ab.

Der Kasten von Kastenreith