Galerie in der Auffahrt zur Falkensteinbrücke
Um den Gleisverlauf in einer Gleiswendel sichtbar zu machen, braucht es kreative Lösungen. In der Auffahrt zur Falkensteinbrücke setzen wir deshalb eine Gebirgsgalerie ein, die nicht nur Einblicke in die darunterliegende Wendel ermöglicht, sondern zugleich ein markantes landschaftliches Motiv bildet. Das große Vorbild für diese Bauform findet sich an der Semmeringbahn, wo zahlreiche Schutzgalerien die Trasse vor Steinschlag und Witterungseinflüssen schützen. Die charakteristische Linienführung und die typischen Rundbögen lassen sich im Modell besonders präzise durch den 3D‑Druck nachbilden, der uns eine hohe Maßhaltigkeit und Wiederholgenauigkeit ermöglicht.
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Bild: Das große Vorbild für unsere Galerie steht an der Semmeringbahn. Die Einzelteile entstehen wieder im 3D-Druck.
Der Geländebau folgt unserem bewährten Aufbau aus Drahtgitter, Glasfasergewebe und Fliesenkleber. Das 6‑Kant-Drahtgitter bildet dabei den stabilen Unterbau, auf dem das Putzgitter die endgültige Form vorgibt. Anschließend wird das Gelände mit handelsüblichem Fliesenkleber verspachtelt, der sich als deutlich stabiler und rissärmer als Gips erwiesen hat. Gerade an dieser Stelle der Anlage verwenden wir bewusst den jeweils günstigsten Fliesenkleber, da er sich hervorragend verarbeiten lässt, eine hohe Festigkeit erreicht und sich gut für spätere Felsstrukturen eignet.

Eine besondere Herausforderung stellt die Steigung zur Falkensteinbrücke dar. Die Galerie muss exakt an die Neigung angepasst werden, damit die Bögen sauber anliegen und die Linienführung harmonisch bleibt. Während im Vordergrund bereits das Gelände verspachtelt ist, werden die Galerieelemente zunächst probeweise aufgestellt, um die endgültige Position zu bestimmen und die Übergänge zum Gelände exakt auszurichten.
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Unterhalb der Galerie entsteht eine lange Hangbrücke, deren Vorbild das Pünderich‑Viadukt an der Mosel ist. Gleichzeitig erinnert das Motiv an die Loderleiten an der Enns bei Ernsthofen, sodass hier mehrere reale Vorbilder zu einem stimmigen Gesamtbild verschmelzen. Wenige Tage später reicht die Geländespachtelung bereits bis zur Ebene „Breitenstein“, und im März zeigt sich das gesamte Motiv erstmals in seiner endgültigen Form.

Bild: Nach dem vollständigen Einspachteln der Galerie entsteht ein äußerst robustes Bauwerk. Der Fliesenkleber sorgt für eine widerstandsfähige Oberfläche, die sich gut bemalen und weitergestalten lässt. Damit ist die Galerie bereit für die nächsten Schritte: die farbliche Ausarbeitung der Felsen, die Begrünung, die Gestaltung der Stützmauern und die endgültige Einbettung in die Berglandschaft.

Bild: Hangbrücke im Rohbau

Bild: Die Galerie ist eingespachtelt. Wir nehmen dazu handelsüblichen Fliesenkleber. Das Ergebnis ist deutlich stabiler als Gips.

Bild: Ein paar Tage später ist das Motiv bereits bis zur Eben "Breitenstein" mit Fliesenkleber verspachtelt. Im März sieht es an der Stelle so aus.