Spur 0
Spur 0 war bis kurz vor dem Zweiten Weltkrieg die am weitesten verbreitete Spurweite im Bereich der Modelleisenbahnen. Dennoch lässt sich das damalige Verständnis von „Modellbahn“ kaum mit dem vergleichen, was wir heute darunter verstehen. Die in den späten Zwanziger- und frühen Dreißigerjahren produzierten Bahnen waren überwiegend robuste Blechspielzeuge, die vor allem für Kinder aus wohlhabenderen Haushalten gedacht waren.
Detailtreue, maßstäbliche Umsetzung und technische Finesse spielten damals eine deutlich geringere Rolle als heute. Stattdessen standen Spielwert, Stabilität und farbenfrohe Gestaltung im Vordergrund. Viele dieser frühen Spur‑0‑Bahnen sind heute wertvolle Zeitzeugen einer Epoche, in der Modelleisenbahnen noch primär als hochwertiges Spielzeug und weniger als anspruchsvolles Hobby galten.
Diese Kategorie widmet sich genau diesen historischen Stücken: den Blechbahnen der Vorkriegszeit, ihren Herstellern, Besonderheiten und ihrem Platz in der Entwicklungsgeschichte der Modelleisenbahn.
Etwa so haben die „Modelleisenbahnen“ damals ausgesehen. Mit den verzinnten und vernickelten Schienen konnte man recht einfach eine ganze Wohnung in eine Eisenbahnlandschaft verwandeln. Während die allerersten Bahnen noch mit 110 Volt betrieben wurden – was nicht ganz ungefährlich war – folgten bald Transformatoren und Gleichstromumformer, um die Bahn mit der deutlich sichereren Spannung von rund 20 Volt zu betreiben.
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Der Märklin 17520 – Ein Speisewagen mit großer Geschichte
Der Märklin‑Speisewagen 17520 gehört zu den klassischen Blechwagen der späten 1920er‑ und frühen 1930er‑Jahre und zählt heute zu den charakteristischen Stücken der Spur‑0‑Ära. Er entstand in einer Zeit, in der Märklin sein Sortiment an Personenwagen stetig ausbaute und zunehmend Wert auf realistische Zugzusammenstellungen legte. Ein Speisewagen durfte dabei natürlich nicht fehlen – schließlich gehörte der „Speisewagen“ im Vorbildbetrieb zu den prestigeträchtigsten Fahrzeugen eines Schnellzuges.

Der 17520 war Teil der hochwertigen Blechserie, die Märklin in verschiedenen Längen und Ausführungen anbot. Typisch für diese Epoche waren die lackierten und lithografierten Seitenwände, die dem Wagen trotz seiner robusten Bauweise eine elegante Erscheinung verliehen. Die Beschriftung „Speisewagen“ war klar und gut sichtbar angebracht, und die Fenster erhielten die für Märklin typische, leicht verspielte Gestaltung. Innenausstattungen waren damals noch nicht üblich, doch die äußere Form vermittelte bereits den Charakter eines gehobenen Reisezugwagens.
Der Wagen wurde in mehreren Farbvarianten produziert, je nach Produktionsjahr und Serie. Besonders bekannt sind die weinroten Ausführungen, die sich an den damaligen Speisewagen der Mitteleuropäischen Schlafwagen- und Speisewagen-Gesellschaft (CIWL) orientierten. Auch wenn Märklin die Vorbilder nie streng maßstäblich umsetzte, war der Wiedererkennungswert hoch – und genau das machte den Reiz dieser frühen Modelle aus.
Wie viele Märklin‑Wagen dieser Zeit war auch der 17520 für den harten Spielbetrieb gebaut: stabile Blechkonstruktion, kräftige Kupplungen, einfache aber zuverlässige Drehgestelle. Er war Teil eines Systems, das Kindern erlaubte, ganze Wohnungen in Eisenbahnlandschaften zu verwandeln – mit langen Zügen, die über verzinnte und vernickelte Gleise rollten.
Heute zählt der Märklin 17520 zu den gesuchten Klassikern der Spur‑0‑Sammlerwelt. Gut erhaltene Exemplare sind selten, da die Wagen über Jahrzehnte intensiv bespielt wurden. Varianten mit originaler Lackierung, unbeschädigten Lithografien oder vollständigen Beschriftungen erzielen entsprechend hohe Wertschätzung. Der Wagen steht exemplarisch für die Eleganz und den Charme der Vorkriegs‑Märklin‑Ära: robust, farbenfroh, funktional – und doch mit einem Hauch von Luxus, der den Speisewagen im Vorbildbetrieb immer ausgezeichnet hat.
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Die unerreichbare Ikone: Die BR 118 von Hehr und das Märklin‑Handmuster
Es gibt Modelle, die selbst für erfahrene Sammler unerreichbar bleiben. Die BR 118 von Hehr gehört zweifellos zu diesen seltenen Stücken. Ihre Geschichte beginnt nicht in den 1980er‑Jahren, sondern deutlich früher – in einer Zeit, in der Märklin noch an einer ganzen Reihe neuer Elektrolokomotiven arbeitete, die jedoch nie über das Stadium eines Handmusters hinaus gelangten.
Kurz vor dem Zweiten Weltkrieg entstand im Märklin‑Werk ein einzigartiges Handmuster, das eine schwere Elektrolokomotive der Baureihe E 18 beziehungsweise E 19 zum Vorbild hatte. Diese Lok war als mögliche Ergänzung des Spur‑0‑Programms gedacht, doch die politischen und wirtschaftlichen Umstände verhinderten eine Serienfertigung. Wie viele dieser frühen Muster wurde auch dieses Einzelstück ausschließlich für interne Zwecke gebaut: zur Beurteilung von Form, Proportionen und technischer Machbarkeit. Es blieb ein faszinierender Entwurf, der nie in den Katalog aufgenommen wurde.

Quelle: auf Ebay stand kürzlich eine Hehr BR18 zum VErkauf
Erst Jahrzehnte später griff Bernhard Hehr, einer der bedeutendsten Hersteller hochwertiger Repliken klassischer Märklin‑Modelle, diese Idee wieder auf. In den 1980er‑Jahren fertigte er eine kleine Serie der BR 118, die sich eng am historischen Handmuster orientierte. Hehrs Modelle waren bekannt für ihre handwerkliche Präzision, ihre massiven Metallgehäuse und ihre Nähe zum historischen Vorbild. Die BR 118 zählt bis heute zu den begehrtesten Repliken seines Programms – nicht zuletzt, weil sie eine Lücke schließt, die Märklin selbst nie gefüllt hat.

Das originale Märklin‑Handmuster hat überlebt und befindet sich heute im Märklineum in Göppingen, wo es als Teil der historischen Sammlung ausgestellt ist. Im Sommer 2025 bot sich die seltene Gelegenheit, dieses außergewöhnliche Stück aus nächster Nähe zu betrachten und zu fotografieren. Die Lok zeigt eindrucksvoll, wie weit Märklin bereits in den 1930er‑Jahren in der Gestaltung moderner Elektrolokomotiven gedacht hat: klare Linien, elegante Proportionen und ein Erscheinungsbild, das seiner Zeit voraus war.
Die BR 118 steht damit sinnbildlich für ein spannendes Kapitel der Modellbahngeschichte. Sie verbindet die Kreativität und Experimentierfreude der Märklin‑Konstrukteure der Vorkriegszeit mit der Leidenschaft und Präzision der Kleinserienhersteller der 1980er‑Jahre. Für Sammler ist sie ein Traumobjekt – selten, historisch bedeutsam und mit einer Geschichte, die weit über das eigentliche Modell hinausreicht.
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Die Wiedergeburt einer alten Bing‑Brücke
Manchmal findet man auf Flohmärkten oder Plattformen wie Willhaben Dinge, die eigentlich niemand mehr haben möchte. Im Juli 2025 tauchte dort eine alte Bing Spur‑0‑Brücke auf – ein Stück, das schon bessere Tage gesehen hatte. Der Lack war abgeblättert, Rost hatte sich breitgemacht, und die einst stolze Konstruktion wirkte eher wie ein Relikt aus einer längst vergangenen Zeit. Für viele wäre sie wohl nur noch ein Fall für den Schrott gewesen.

Doch genau solche Stücke haben ihren eigenen Reiz. Sie erzählen Geschichten, selbst wenn sie äußerlich kaum noch etwas von ihrer ursprünglichen Schönheit zeigen. Also wanderte die Brücke in die Werkstatt – nicht, weil es sich finanziell lohnen würde, sondern weil es einfach Freude macht, einem alten Modell wieder Leben einzuhauchen.
An einem sonnigen Sonntag begann die Verwandlung. Der alte Lack wurde sorgfältig entfernt, Schicht für Schicht, bis das blanke Metall wieder zum Vorschein kam. Es war ein wenig wie Archäologie im Kleinen: Unter dem Schmutz und den Jahrzehnten kam die solide Bing‑Konstruktion wieder zum Vorschein, die selbst im schlechtesten Zustand noch ihre typische Eleganz erkennen ließ.
Nach der gründlichen Reinigung folgte die Neulackierung. Mit jedem Pinselstrich kehrte ein Stück der ursprünglichen Ausstrahlung zurück. Die Brücke bekam wieder Farbe, Charakter und Präsenz – und plötzlich war sie nicht mehr das traurige Fundstück vom Online‑Markt, sondern ein kleines Schmuckstück, das stolz in jeder Spur‑0‑Landschaft stehen könnte.
Natürlich: Rein wirtschaftlich ergibt so eine Restaurierung keinen Sinn. Gut erhaltene Bing‑Brücken bekommt man heute schon ab etwa 60 Euro, oft in erstaunlich schönem Zustand. Aber darum ging es hier nicht. Es ging um das Basteln, das Bewahren, das Wiederentdecken. Um die Freude daran, ein Stück Modellbahngeschichte mit den eigenen Händen zu retten.
Und so steht die Brücke heute da – nicht perfekt, nicht wie neu, aber mit einer Geschichte, die kein gut erhaltenes Exemplar erzählen kann. Eine Geschichte von Geduld, Neugier und dem einfachen Vergnügen, etwas Altes wieder schön zu machen.
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Der Märklin 17450 – Der Arbeitstier‑Gepäckwagen der 22,5‑cm‑Serie
Unter der Nummer 17450 führte Märklin in der 22,5‑cm‑Spur‑0‑Serie einen klassischen Gepäckwagen im Programm. Während Schlaf‑ und Speisewagen wie die Mitropa‑Modelle für den Glanz und das Prestige eines Schnellzuges standen, war der 17450 das robuste Arbeitstier im Zugverband. Er verkörperte genau das, was Gepäckwagen im Vorbildbetrieb ausmachte: wenig auffällig, aber unverzichtbar.
Der Wagen war, wie die anderen Fahrzeuge dieser Serie, aus stabil geprägtem Blech gefertigt. Die Seitenwände trugen die typischen Gepäckwagentüren, Lüftungsgitter und schmaleren Fensteröffnungen – deutlich anders als die großen Fenster der Personenwagen. Märklin setzte auch hier auf klare, kräftige Farben und eine einfache, aber wirkungsvolle Beschriftung. Der Gesamteindruck war weniger „vornehm“ als beim Mitropa‑Wagen, dafür ausgesprochen zweckmäßig und stimmig.
Im Zugverband übernahm der 17450 die Rolle des Begleit- und Packwagens: Hier war im Vorbild das Reisegepäck, Expressgut, manchmal auch Post untergebracht. Auf der Spielbahn bot er Kindern jede Menge Raum für Fantasie – unsichtbar im Inneren konnte alles transportiert werden, was für das eigene Eisenbahn‑Universum wichtig war. Genau darin lag der besondere Reiz dieser Gepäckwagen: Sie waren Bühne für Geschichten, nicht nur rollendes Material.
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Wie die übrigen Wagen der 22,5‑cm‑Serie war auch der 17450 für den intensiven Spielbetrieb gebaut. Seine solide Blechkonstruktion, die robusten Drehgestelle und die einfachen, aber zuverlässigen Kupplungen sorgten dafür, dass er jahrzehntelang auf unzähligen Wohnzimmergleisen unterwegs sein konnte. Viele dieser Wagen wurden hart genutzt – entsprechend selten sind heute Exemplare in wirklich gutem Originalzustand.
Sammler schätzen den 17450 gerade wegen seiner „unspektakulären“ Rolle. Er ist kein Glamour‑Stück, sondern ein authentischer Vertreter der frühen Märklin‑Spielbahntradition: ein Wagen, der Züge komplett macht, Zuggarnituren glaubwürdiger wirken lässt und zeigt, dass Märklin schon damals an ein stimmiges Ganzes dachte – nicht nur an einzelne Prunkstücke.
So steht der Märklin 17450 heute für das Rückgrat des Zuges: unauffällig, robust, unverzichtbar. Ein Wagen, der die Geschichte der Spur‑0‑Zeit genauso mitgeschrieben hat wie seine berühmteren Mitropa‑Kollegen – nur etwas leiser.
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Der Märklin 17530 – Ein Mitropa‑Klassiker der 22,5‑cm‑Wagenserie
Unter der Nummer 17530 führte Märklin in den 1930er‑Jahren einen eleganten, weinroten Mitropa‑Wagen im Programm, der zur 22,5‑cm‑Wagenserie der Spur 0 gehörte. Obwohl er heute oft als „Speisewagen“ bezeichnet wird, handelt es sich streng genommen um einen Schlafwagen der Mitropa, wie auch zeitgenössische Beschreibungen und erhaltene Exemplare zeigen. Seine Gestaltung orientierte sich an den prestigeträchtigen Wagen der Mitteleuropäischen Schlafwagen‑ und Speisewagen‑Gesellschaft, die im Vorbildbetrieb für Komfort und gehobenes Reisen standen.
Der 17530 war ein vierachsiger Blechwagen, solide gebaut und für den intensiven Spielbetrieb ausgelegt. Mit einer Länge von rund 24,5 bis 26,5 cm je nach Produktionsjahr und Variante passte er perfekt zu den damaligen Märklin‑D‑Zugwagen. Die typische weinrote Mitropa‑Lackierung verlieh ihm eine elegante Erscheinung, die sich deutlich von den grünen oder braunen Regelzugwagen abhob. Märklin setzte dabei auf die bewährte Kombination aus lithografierten Seitenwänden, kräftigen Farben und robusten Metallteilen – ein Stil, der bis heute den Charme der Vorkriegs‑Tinplate‑Ära ausmacht.
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Einige Ausführungen des 17530 wurden sogar mit Innenbeleuchtung ausgeliefert. Damit konnte der Wagen auf beleuchteten Anlagen besonders stimmungsvoll wirken – ein Detail, das für die damalige Zeit keineswegs selbstverständlich war und den gehobenen Anspruch des Modells unterstrich.
Der Wagen wurde in den 1930er‑Jahren produziert und blieb bis in die frühen 1950er‑Jahre in verschiedenen Varianten im Umlauf, bevor Märklin die klassische Spur‑0‑Produktion einstellte. Heute zählt der 17530 zu den gesuchten Sammlerstücken der Vorkriegs‑ und frühen Nachkriegszeit. Gut erhaltene Exemplare sind selten, da die Wagen über Jahrzehnte intensiv bespielt wurden. Besonders begehrt sind Stücke mit originaler Lackierung, unbeschädigten Celluloid‑Fenstern und funktionierender Beleuchtung.
Der Märklin 17530 steht exemplarisch für die Eleganz und den Anspruch der damaligen Tinplate‑Ära: robust gebaut, farbenfroh gestaltet und mit einem Hauch von Luxus versehen – ganz im Stil der großen Mitropa‑Züge, die er im Kleinen repräsentieren sollte.
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Der Märklin‑Bahnübergang 2231B – Ein seltenes Stück Spur‑0‑Geschichte
Im Märklin‑Katalog von 1938/39 taucht unter der Nummer 2231B ein Bahnübergang auf, der speziell für den elektrischen Betrieb vorgesehen war. Er gehört zu jener letzten großen Generation von Spur‑0‑Zubehörteilen, die Märklin vor dem Zweiten Weltkrieg produzierte. Die Konstruktion war robust, farbenfroh und ganz im Stil der damaligen Tinplate‑Ära gehalten: ein massives Blechfundament, sauber lithografierte Details und die typischen Schranken, die sich elegant heben und senken ließen.

Der Bahnübergang war für den Betrieb mit Mittelleiter‑Gleisen ausgelegt. Genau dieser Mittelleiter fehlt jedoch bei dem Exemplar am Foto. Und das macht die Sache spannend: Ein Bahnübergang ohne Mittelleiter ist für 1938/39 nicht dokumentiert. Das bedeutet, dass diese Stück entweder:
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eine Sonderausführung,
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eine spätere Modifikation,
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oder ein Werkstatt‑Umbau sein könnte.
Solche Varianten sind bei Märklin nicht ungewöhnlich. In der Vorkriegszeit wurden immer wieder kleine Serien, Exportversionen oder interne Anpassungen gefertigt, die nie offiziell im Katalog auftauchten. Gerade Zubehörteile wie Bahnübergänge wurden oft an Kundenwünsche oder technische Gegebenheiten angepasst.
Trotz seiner Schlichtheit war der 2231B ein wichtiges Element vieler Anlagen. Er brachte Bewegung ins Spiel, verband die Welt der Züge mit der Straße und verlieh der Anlage ein Stück „echtes Leben“. Kinder konnten Züge anhalten, Schranken bedienen und kleine Szenen nachstellen – ein Detail, das den Spielwert enorm erhöhte.
Heute sind gut erhaltene Exemplare des 2231B gesuchte Sammlerstücke. Modelle in schönem Zustand werden bis etwa € 100 gehandelt, je nach Lackqualität, Vollständigkeit der Schranken und Funktionsfähigkeit. Varianten ohne Mittelleiter sind besonders interessant, weil sie vom bekannten Katalogbild abweichen und damit eine kleine Rarität darstellen.
Der Bahnübergang 2231B ist damit mehr als nur ein Stück Blech. Er ist ein Zeitzeuge aus einer Epoche, in der Märklin noch jedes Zubehörteil mit Liebe zum Detail fertigte – und in der selbst kleine Abweichungen eine eigene Geschichte erzählen.
Der Bahnübergang vom Bild unterscheidet sich lediglich durch den fehlenden Mitteleiter. Der Bahnübergang ohne Mittelleiter ist 1938/39 nicht im Programm.
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Bauer, Wolfgang - 2960/1 Varianten
Berendt, Wolfgang - 1854/1, Lokomotiven
Hehr - Ladegut für 1983/1 Thul
Herschmann, Walter - 1777/1, 1775/1, Umbaukit 1664/1
Hippchen - Echtdampf Märklin, Carette, Bing
Maxitoys / Jan Blenken - Plank Züge
Langefeld, Manfred - CCS
Leuenberger - Loks im Märklin Stil
Santhion / Emil Valker - CCS
Schlosser - 1767/1
Swissrex / F. Suter-Heim - RP, RHU, SR
Schrimpf, Rudi - Draisine
Thul, Konrad - Loks, Wagen
Wilag / Hans Willeboordse - Personenwagen
Twerenbold, Hansruedi - Loks, Wagen
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Eine Lok mit Lebenserfahrung
Deine erste Märklin‑Dampflok ist eine umgebaute R66/12910 — und genau das macht sie besonders. Umbauten sind bei diesen alten Maschinen nichts Ungewöhnliches. Viele wurden über Jahrzehnte bespielt, repariert, angepasst und wiederbelebt. Dass bei deiner Lok die Kupplung zwischen Lok und Tender neu angefertigt werden musste, passt perfekt in dieses Bild: Der originale Stift an der Lok war schlicht verschlissen, ein typisches Altersproblem bei oft gefahrenen Exemplaren.

Solche Reparaturen erzählen eine eigene Geschichte. Sie zeigen, dass die Lok nicht nur gesammelt, sondern gelebt wurde. Dass sie Züge gezogen hat, vielleicht auf mehreren Anlagen, vielleicht über Generationen hinweg. Und dass sie heute noch zuverlässig läuft, ist ein schönes Zeugnis für die Qualität dieser alten Märklin‑Konstruktionen.
Ein Klassiker der Spur‑0‑Ära
Die R66/12910 war nie ein Luxusmodell, aber sie war ein Arbeitspferd — solide, kraftvoll und für den harten Spielbetrieb gebaut. Viele Varianten unterscheiden sich in Details wie Führerhausform, Zylindern oder Lampen, wie Sammlerberichte zeigen. Das macht jede Lok ein wenig einzigartig.
Dass deine Lok nicht mehr vollständig im Originalzustand ist, mindert ihren Wert nicht — im Gegenteil. Sie ist ein Stück persönlicher Modellbahngeschichte. Eine Lok, die nicht in der Vitrine verstaubt, sondern weiterlebt, fährt und Freude macht.
Ein schöner Anfang
Als erste Märklin‑Dampflok ist eine R66/12910 ein wunderbarer Einstieg in die Welt der Spur‑0‑Tinplate‑Bahnen. Sie verbindet:
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historische Substanz
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robuste Technik
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persönliche Erinnerungen
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und den Charme einer Zeit, in der Modellbahnen noch aus Blech, Schrauben und echter Mechanik bestanden.
Und vielleicht ist es gerade dieser kleine Umbau, der sie zu deiner Lok macht — unverwechselbar, zuverlässig und mit einer Geschichte, die man ihr ansieht.
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Heute sind die Spur 0 Adler von Märklin längst fest in Sammlerhänden. Nur sehr selten wird ein vollständiger Zug angeboten.


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Die ersten Eisenbahnen konnten gerade Mal vorwärts fahren. An eine geregelten Zugbetrieb, wie wir das heute bei der Modellbahn kennen war noch nicht zu denken. Der Wunsch nach mehreren Lokomotive, ferngesteuerter Vorwärts- und Rückwärtsfahrt war erwartungsgemäß aber schon sehr früh bei den "Eisenbahnspielenden" vorhanden.
Märklin war hier wieder einer der ersten Hersteller, dar ordnend eingriff und die unterschiedlichen Fernschaltungen klassifizierte. Ganz ähnliche Schaltungen gab es bei anderen Herstellern.
Fernschaltung 64
Fernschaltung 65
Fernschaltung 70
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Zeuke Spur 0 Flachwagen mit Bremserhaus beladen mit PKW
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Zeuke Spur 0 Rungenwagen mit Holz beladen
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Zeuke Spur 0 Flachwagen beladen mit Lastkraftwagen der Löwenbräu
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Zeuke baute bis etwa 1960 recht ansehnliche Modelle in Spur 0. Im Bild ist der funktionsfähige Eisenbahnkran von Zeuke zu sehen.
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Bis knapp vor dem 2. Weltkrieg war Spur 0 die am Weitesten verbreitete Spurweite bei Modelleisenbahnen. Es ist aber nicht möglich, die Modellbahnen aus der Vorkriegszeit mit dem zu vergleichen was heute unter Modellbahn verstanden wird. Die Blechbahnen der späten Zwanzigerjahre waren in erster Linie Spielzeug für Kinder aus dem gehobenen Mittelstand.

Etwa so haben die "Modelleisenbahnen" damals ausgesehen. Mit den verzinnten und vernickelten Schienen konnte man recht einfach eine ganze Wohnung zur Eisenbahn umgestalten. Während die allerersten Bahnen noch mit 110V betrieben wurden - was nicht ganz ungefährlich war - folgten bald Transformatoren und Gleichstromumrichter um die Bahn mit der ungefählichen Spannung von 20V zu betreiben.

Im Bild ist eine Lokomotive von vermutlich Sperl zu sehen. Dahinter ein reiner Märklin Personenzug. Es gab auch schon viel Zubehör wie Signale Bahnübergänge und dergleichen.
Zum Fahrtag am 4. Mai 2025 sollen auch hier einige Lokomotiven ihre Runden drehen.
Der Link führt zu einem Märklin Katalog von 1936
1936 Märklin_D13_inkl_Zusatz_WZ_72MB.pdf - Google Drive
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Die abgebildete Lokomotive stammt aus einem Dachbodenfund. Vom Aufbau erinnert sie sehr stark an den Hersteller Sperl. Sperl produzierte nach 1945 für kurze Zeit Modelle in Spur 0. Entgegen dem damaligen Zeitgeist, Eisenbahnen waren in erster Linie als Spielzeug gedacht, erscheint die Lokomotive in vielen Details sehr sauber gearbeitet.
Die Vorbauten erinnern an ältere österreichische Elekrotroloks der BR 1080. Die Lok selbst wiederum ähnelt in ihrer Bauart den deutschen BR189.
Die Loks sind kaum mehr zu finden und erzielen in gutem Zustand heute (2025) Preise ab etwa € 150,-
Eigentlich hat die Lokomotive sofort funktioniert. Jedoch haben sich nach einigen Runden auf der Anlage die Antriebsräder gelöst. Damit konnte Lok nur mehr solo fahren. Also muss si doch in die Werkstätte. Die Aufarbeitung der Lok brauchte dann 2 schöne Nachmittage im Garten. Dabei wurde die Lok fast vollständig zerlegt. Das verharzte Fett in den Antrieben wurde entfernt.

Bild: Blick auf die Unterseite der Lok

Der Rahmen von oben. Der Motor ist bereits ausgebaut. Deutlich zu sehen sind das Schneckenrad und der Antrieb mit einer Schlauchfeder.

Der Stator. Alle Schrauben wurden mit rotem Lack versiegelt. Der Aufbau ist sehr professionell.

Der Rotor von der Kommutatorseite. Hinten eine Schwungmasse und die sehr präzise gefertigte Schnecke.

Die Unterseite des Stators. Die Motorwelle steht senkrecht in der Lokomotive.

Die senkrechte Motorwelle ist deutlich zu erkennen. Auch die Bohrungen für die Statorbefestigung sind deutlich zu erkennen.
Mittlerweile läuft die Lok wieder.



