Schienen Schorsch und die kleine Lok mit großem Herz – Die ÖBB BR298
Im kleinen Bahnhof von Spittal an der Birnbahn, wo die Gleise im Sonnenlicht glitzern und die Modellbauherzen höher schlagen, hörte man eines Morgens ein ganz besonderes Schnaufen: Die ÖBB BR298, liebevoll „kleine 298er“ genannt, tuckerte mit rhythmischem Dampflokklang auf Gleis 3 ein.
„Na sowas“, murmelte Schienen Schorsch, als er sein Schnurrbart strich, „eine so alte Lok – mit mehr Charme als mancher Schnellzug!“

Die BR298 war keine Lok für Rekorde, sondern für Geschichten: Rangierfahrten in kleinen Bahnhöfen, Schneeräumung in stillen Winternächten, und sogar einmal der Transport einer Kirchenorgel nach Oberwölz – Schorsch schwört, er habe es selbst gesehen.
Als die Museumslok zum ersten Mal am Clubtag ihre Runden über die Modellanlage drehte, standen Jung und Alt staunend daneben. Ihre sanften Fahrgeräusche und das markante Design mit dem roten Streifen ließen alle Herzen höher schlagen.
Ein Kind fragte: „Warum fährt die 298 so ruhig?“ Schorsch grinste: „Weil sie weiß, wie man mit Erfahrung durchs Leben tuckert – nicht immer schnell, aber zuverlässig.“
Seitdem ist die BR298 das heimliche Symbol für alle Helfer:innen im Verborgenen: nicht laut, nicht groß, aber immer da, wenn's drauf ankommt. Und Schorsch sagt jedes Mal, wenn sie aufs Gleis rollt: „Da kommt sie – die kleine Lok mit großem Dienstgeist.“