🚂 Die kkStB Reihe 109 – Eleganz und Leistung auf österreichischen Schienen
Die Reihe 109 der kaiserlich-königlichen österreichischen Staatsbahnen (kkStB) war eine elegante und leistungsstarke Schnellzuglokomotive, die ab 1910 für den hochwertigen Personenverkehr auf Hauptstrecken eingesetzt wurde. Sie gilt als Höhepunkt der Entwicklung österreichischer 2’C-Schlepptenderlokomotiven vor dem Ersten Weltkrieg.
Technische Merkmale
Bauart: 2’C h2 (Pacific mit zwei Zylindern, Heißdampf)
Hersteller: StEG, Floridsdorf, Wiener Neustadt, Budapest
Leistung: ca. 1.140 kW (1.550 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h
Treibraddurchmesser: 1.740 mm
Dienstmasse: ca. 67 Tonnen
Kesselüberdruck: 13 bar
Heizfläche gesamt: über 170 m²
Historischer Hintergrund
Entwickelt von Ernst Prossy und Hans Steffan, basierend auf Entwürfen von Eustach Prossy.
Die Lokomotiven wurden für die Südbahn gebaut, um die Reisezeit zwischen Wien und Triest deutlich zu verkürzen.
Insgesamt wurden 44 Stück bis 1914 gebaut, stationiert u. a. in Wien, Innsbruck, Marburg und Triest.
Internationale Verbreitung
Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die Lokomotiven auf verschiedene Länder verteilt:
Österreich: 17 Stück (BBÖ Reihe 209, später ÖBB Reihe 38)
Jugoslawien: 13 Stück (JDŽ Reihe 03)
Italien: 13 Stück (FS Reihe 653)
Ungarn: 10 Stück (MÁV Reihe 302)
Erhaltene Lokomotiven
109.13: betriebsfähig im Eisenbahnmuseum Strasshof, Österreich
109.109: betriebsfähig im Lokopark Budapest, Ungarn
03-002: erhalten im Eisenbahnmuseum Ljubljana, Slowenien
Diese Lokomotiven sind heute beliebte Stars bei Nostalgiefahrten und Museumsveranstaltungen – ein lebendiges Zeugnis österreichischer Ingenieurskunst.

kkStB109 Werkbild ROCO