Modellbahnelektronik
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CV |
Beschreibung |
Standard |
erlaubt |
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1 17 18 |
Basisadresse – Lokomotiven sind nach Möglichkeit auf lange Adressen zu programmieren In der CV 1 wird die kurze Adresse programmiert, mit der der Decoder angesprochen wird. Dazu muss CV29 Bit 5 den Wert 0 haben. Adressen > 127 werden in den CVs 17 und 18 eingestellt. Lange Adresse – Lokomotiven sind auf lange Adressen zu programmieren Lange Adressen > 127 werden in den CVs 17 und 18 eingestellt. Im Trainprogrammer erfolgt das fast automatisch, wenn die Programmierung auf lange Adressen geschaltet ist. Die Adressen sind entsprechend der Adressliste zu vergeben Als Adressen steht der ganze Adressraum von Adresse 100 bis 9999 zur Verfügung. Beachte dazu die Vorgaben der Adressliste. Kurze Adressen zwischen 1und 100 sind nur in Ausnahmefällen erlaubt. Jedes Clubmitglied muss seinen Adressraum verbindlich einhalten. Jedes zahlende Mitglied hat das Nutzungsrecht für einen Adressraum von 100 Lokomotiven. Die Adressen sind wie in der Tabelle dargestellt reserviert. Hardreset: Der Hardreset wird ausgelöst, indem CV 1 auf 0 gesetzt wird. Alle CVs werden dabei auf ihre Standardwerte zurückgesetzt. Eine Ausnahme bilden die CVs 67 - 94 sowie das 2. CV-Set (siehe CV 109), diese bleiben auch beim Reset erhalten. Bei Sound-Decodern wird das installierte Soundprojekt nicht gelöscht, allerdings müssen für die korrekte Funktion die CVs wieder entsprechend eingestellt werden. |
(3) |
1 - 9999 |
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2 |
Anfahrspannung Spannung, die bei Fahrstufe 1 am Motor anliegt. In vielen Decodern ist es möglich über die CVs 50, 51 und 52 die Lastregelung zu konfigurieren. Im Normalfall ist das nicht nötig. Bei ordentlicher Konfiguration der Lastregelung kann in CV2 ein sehr kleiner Wert angegeben werden. WICHTIG: Auf Fahrstufe 1 soll die Lok mit ihrer kleinsten störungsfreien Geschwindigkeit fahren und auch beim Fahren gegen ein stationäres Hindernis (z.B. Prellbock am Programmiergleis) nicht stehen bleiben. Es ist nicht notwendig, dass die Fahrstufe 1 so niedrig eingestellt wird, dass die Lokomotiven mit wenigen mm/min fahren. Das ist im Betrieb eher störend. CV 50: Einstellung der Lastregelung CV51: P-Regler: Einstellung der Regelung des Motors, Proportionalteil CV52: I-Regler: Einstellung der Regelung des Motors, Integralteil Bei Einstellung der CVs 50, 51 und 52 genau die Bedienungsanleitung des Decoders beachten. |
1…8 |
0 - 255 |
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3 |
Anfahrverzögerung Massensimulation, der Zug fährt langsam an. Kleiner Wert: geringe Verzögerung, großer Wert: starke Verzögerung. Achtung! Wert 0 = 255 = maximale Verzögerung Die Werte sollten niedrig (bis max. 6) gesetzt werden, da sonst ein negativer Einfluß auf die vom Traincontroller berechnet Fahrdynamik entsteht. Die Beschleunigungsrampe der Lokomotive sollte keinesfalls größer als 100cm Wegstrecke sein. Das Verhalten von Loks kann in der Anlagensteuerung sehr genau justiert werden. |
8 4…6 |
0 - 255 |
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4 |
Bremsverzögerung Massensimulation, der Zug bremst langsam ab. Kleiner Wert: geringe Verzögerung, großer Wert: starke Verzögerung. Achtung! Wert 0 = 255 = maximale Verzögerung Die Werte sollten nicht allzu hoch gesetzt werden (0 … 6 … (10)), da sonst ein negativer Einfluß auf die vom Traincontroller berechnet Fahrdynamik entsteht. Die Lokomotive sollte aus Höchstgeschwindigkeit etwas unter 1m Auslauf haben. Das Verhalten von Loks kann in der Anlagensteuerung sehr genau justiert werden. |
8 (0) |
0 - 255 |
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5 |
Höchstgeschwindigkeit Höchstgeschwindigkeit der Lok. Achtung! Wert 0 = 255 = Maximalgeschwindigkeit. Die Höchstgeschwindigkeit am Lokdecoder muss so eingestellt sein, das bei Fahrstufe 27 die Lok mit maßstäblicher Höchstgeschwindigkeit fährt (vgl. Geschwindigkeitstabelle). Die konfigurierte Höchstgeschwindigkeit sollte ca. 5% über dem theoretischen Wert sein. |
0 |
0 - 255 |
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6 |
Mittengeschwindigkeit Mittlere Geschwindigkeit der Lok, der Wert sollte kleiner sein als in CV 5. Mit den CVs 2, 5 und 6 lässt sich eine kleine Geschwindigkeitskennlinie erstellen. Mit CV 6 = 0 ist die Kennlinie linear. Empfohlen wird an der Stelle die CV6 auf 0 zu setzen und eine lineare Kennlinie voreinzustellen oder den Wert als Mittelwert der CV2 und CV5 zu wählen.
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lt. Formel |
0 - 255 |
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8 |
Wenn CV 8 auf 8 gesetzt wird, wird der Lokdecoder auf Werkseinstellungen zurückgesetzt. |
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29 |
Lokeigenschaften wie Fahrstufenanzahl und dergleichen |
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Kurze vs. Lange Adresse
In der CV1 wird die kurze Adresse gespeichert.
Lange Adressen werden in CV17 und CV18 gespeichert. Bei der Programmierung mit Trainprogrammer muss man sich darüber keine Gedanken machen. Trainprogrammer rechnet die Adressen automatisch um.
Startspannung
In der CV2 wird die Startspannung gespeichert. Darunter ist jene Spannung zu verstehen, die der Decoder auf Fahrstufe 1 an den Motor abgibt. Diese Spannung ist so zu wählen, dass der Motor zuverlässig anläuft.
Die Fahrstufe 1 richtig definieren
Die Anfahrspannung der Lokomotive ist so einzustellen, dass die Lokomotive gerade ruckfrei fährt. Die Geschwindigkeit sollte nicht allzu niedrig gewählt werden, aber unter 1cm/sec liegen.
Unter Last kann das Verhalten, insbesondere bei ungeregelten Decodern, anders sein. Daher ist auch zu prüfen ob die Lok beim Anfahren an ein Hindernis (z.B. Lokomotive mit Hand aufhalten) nicht stehen bleibt. In diesem Fall sollten die Räder durchgehen, da sonst die Lok in Schleichfahrt mit einem Zug einfach stehen bleiben kann.
Wenn die Lok bei der Fahrt gegen die Hand einfach stehen bleibt muss die CV2 gegebenenfalls solange erhöht werden, dass die Räder durchgehen und der Motor keinesfalls blockiert wird. Es sollte auch möglich sein, dass die Lok bei der Fahrt aus dem Stand gegen ein festes Hindernis die Räder zum Schleudern bringt. Wenn das nicht möglich ist, kann es sein, dass eine Lokomotive einen Zug zum Beispiel auf einer Rampe nicht anfahren kann.
ACHTUNG: Bei Haftreifen erfordert die Einstellung der Mindestgeschwindigkeit ein sorgfältiges Arbeiten. Motore, die im Stillstand bestromt werden erwärmen sich sehr stark. Es entstehen auch relativ hohe Motorströme, die den Lokdecoder belasten. Daher sollte dem Punkt Anfahrgeschwindigkeit große Aufmerksamkeit geschenkt n
Bei Decodern ohne Lastregelung kann es auch grundsätzlich schwierig sein eine geeignete Einstellung zu finden, was gegebenenfalls zu einer relativ hohen Minimalgeschwindigkeit führen kann.
Decoder interne Kennlinien sind exakt einzustellen oder gegebenenfalls zu deaktivieren, da diese eine gerade Kennlinie in vielen Fällen verhindern
ACHTUNG: Bei Loks wo es Probleme bereitet die Anforderungen zu erfüllen, können diese auch mit den zugeordneten Zugdaten programmiert werden. Es ist nicht möglich, und auch nicht notwendig, dass jede Lok jeden beliebigen Zug anfahren kann. Besonders im Realbetrieb bei der großen Bahn haben Lokomotiven aufgrund ihrer Leistungsdaten Grenzen.
WIR FAHREN AUSSCHLIESSLICH MIT 28 FAHRSTUFEN
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DCC Gleisspannungen genau zu messen ist eine Aufgabe für Experten. Ohne Oszilloskop ist das praktisch nicht machbar.
Es gibt aber durchaus Möglichkeiten, die Gleisspannung mit wenig Aufwand so zu messen, dass das Ergebnis für die normale Anwendung durchaus mit ausreichender Genauigkeit brauchbar ist. Die Schaltung dazu ist sehr einfach und benötigt nur wenige Bauteile.

Die Schaltung basiert darauf, dass die negative Halbwelle der Digitalspannung durch den Brückengleichrichter hochgeklappt wird, und eine messbare Gleichspannung entsteht. Aufgrund der jeweils 2 im Stromfluss liegenden Dioden muss der angezeigte Wert noch um 1,4 V erhöht werden, da die Diodenspannung bekanntlich bei ca. 0,7V liegt.
Für unsere Zwecke ist das Ergebnis in der vorliegenden Genauigkeit zumeist völlig ausreichend, da unsere Modellbahnschaltungen in einem recht großen Spannungsbereich funktionieren. Durch den Einbau einer Glättung mit einem RC Glied kann die Schaltung noch verbessert werden.
Zur Messung des Gleisstromes kann die gleiche Schaltung verwendet werden, es ist lediglich der Anschluss an den Booster zu verändern.
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Zentrale Steuerung im MBC Sankt Florian
Die Modellbahnsteuerung im MBC Sankt Florian basiert auf einem zentralen Netzwerkprinzip, das sowohl Effizienz als auch Flexibilität im Betrieb ermöglicht. Im Mittelpunkt steht eine koordinierte Steuerung, bei der mehrere Betriebsstellen aktiv in das Fahrgeschehen eingreifen können.
Es wird bewusst auf vollautomatisierte Steuerungselemente verzichtet, um den Unterhaltungswert der Anlage auch für Bediener hoch zu halten.
Netzwerkstruktur
Das System besteht aus fünf miteinander vernetzten Rechnern, die über ein lokales Netzwerk verbunden sind:
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1 Server Der zentrale Rechner übernimmt die Hauptaufgaben der Steuerung. Er verwaltet Fahrstraßen, steuert Rückmelder, Weichen und Signale und sorgt für die Synchronisation aller angeschlossenen Bedienplätze. Die verwendete Steuerungssoftware Rocrail unterstützt dieses Konzept ausgezeichnet.
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4 Bedien- und Programmierrechner Diese Arbeitsstationen dienen zur Eingabe von Fahrbefehlen, zur Loksteuerung und zur Programmierung von Fahrzeugdecodern.
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2 Rechner befinden sich im Zentralstellwerk
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2 weitere sind dezentral im Anlagenbereich verteilt und ermöglichen eine komfortable Bedienung direkt am Ort des Geschehens 👉 Als Bedienoberfläche kommt Rocview zum Einsatz.
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Blick ins Zentralstellwerk. Über dem Sichtfenster sind die Monitore der Überwachungskameras installiert.
Funktionsweise
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Zentrale Logik Alle Steuerungsentscheidungen laufen über den Server, der die Daten aus den Bedienrechnern verarbeitet und die entsprechenden Befehle an die vier installierten Digitalzentralen weiterleitet:
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1 Zentrale generiert die Steuerungsbefehle
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3 Zentralen übernehmen die Rückmeldung der Decoder
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Mehrplatzbetrieb Mehrere Nutzer können gleichzeitig Fahrbefehle eingeben, Lokomotiven steuern oder Programmierungen vornehmen – ohne Konflikte oder Verzögerungen. Aufgrund der Größe der Anlage ist dies unumgänglich, da der Umfang für einen einzelnen Bediener nicht zu bewältigen wäre.
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Synchronisierte Anzeige Alle Rechner zeigen den aktuellen Betriebszustand der Anlage an – inklusive Rückmelder, Weichenstellungen und Fahrstraßenstatus. So bleibt jeder Bediener stets auf dem neuesten Stand.
Vorteile
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Hohe Betriebssicherheit durch zentrale Koordination
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Flexible Bedienung an mehreren Stellen der Anlage
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Effiziente Lokprogrammierung ohne Unterbrechung des Fahrbetriebs
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Erweiterbarkeit für zukünftige Funktionen oder zusätzliche Bedienplätze – z. B. mobile WalkAround-Regler
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LOCONET ist ein Bussystem für Modellbahnen. Die 6-poligen LOCONET Kabel nutzen Komponenten aus der Telefonie. Das führt zu einem sehr robusten, kostengünstigen Aufbau.
Der grundsätzliche Aufbau von LOCONET Kabeln besteht aus 6 Leitern
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weiss - 5-7V DC
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schwarz - Ground
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rot 10-15V DC
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grün 10-15V DC
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gelb Ground
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blau 5-7V DC

Die jeweils 3 äußeren Leiter sind symmetrisch gespiegelt. In dem weissen und blauen Aussenleitern wird das DCC Signal der Zentrale abgebildet. Der schwarze und gelbe Leiter bilden die Masse.


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Der elektrische Strom
Die elektrische Ladung ist eine grundlegende Eigenschaft der Materie. Alle physikalischen Vorgänge und Zustände in der Elektrotechnik werden durch ruhende oder bewegte elektrische Ladungen verursacht.
Elektrischer Leiter
Jeder elektrische Leiter enthält eine große Anzahl von beweglichen Elektronen. Sie ermöglichen erst den Transport von Ladungen und dadurch den elektrischen Strom.
Elektrische Stromstärke
Die elektrische Stromstärke beschreibt den Ladungstransport pro Zeiteinheit. Mathematisch dargestellt sieht dass so aus.
Formel Stromstärke
dQ sind die Ladungsträger, dt ist die für den Ladungstransport betrachtete Zeit. Der elektrische Strom ist aber mit dieser Darstellung noch nicht vollständig beschrieben. Die Angabe seines Wertes ist nur in Verbindung mit der Richtung sinnvoll. In der Technik ist die Bewegung des Stromes entgegen der Bewegungsrichtung der Elektronen definiert.
Spannung
Einer Ladung kann an jedem Ort ein definiertes Energieniveau zugeordnet werden. Bezeiht man das Energieniveau auf die Ladung selbst, erhält man das elektrische Potenzial φ. Es ist ein Maß für das auf die Ladung bezogene Energieniveau eines Punktes in einem elektrischen Stromkreis. Für eine Gleichspannung U zwischen zwei Punkten a und b gilt dann:
Damit haben wir die 2 wesentlichen Grundgrößen im Gleichstromkreis beschrieben und wir werden uns gleich der Anwendung im Gleichstromkreis zuwenden.
Gleichstromkreis
Im Bild ist der Grundstromkreis zu sehen. Er besteht aus einer elektrischen Quelle mit einem Plus- und einem Minuspol. die Punkte a und b befinden sich jeweils auf dem Potenzial φa und φb. Die Spannung ergibt sich aus der Gleichung
Uq =Uab = φa - φb
Beim Schließen des Schalters S beginnt nun ein Strom von höheren zum niedrigeren Potenzial zu fließen. Dieser Strom verursacht einen Spannungsabfall Uv über den Verbraucher Ev.
In der Technik wird dann der Stromkreis nochmals etwas anders dargestellt:
Die Stromquelle wird vereinfacht als Kreis dargestellt. Da jede Stromquelle einen inneren Widerstand hat wird dieser als Innenwiderstand bezeichnet. Der Verbraucher als passives Element wird in unserem Beispiel als Ohmscher Widerstand dargestellt. Er setzt die zugeführte elektrische Energie in Wärme um.
Im Kurzschlussfall ist der Widerstand Ra sehr klein. Damit sind wir schon bei unserer ersten Rechnung für die Modellbahn am einfachen Gleichstromkreis.
Der Spannungsverlust
Eine der wichtigsten Berechnungsformeln auf der Modellbahn ist die Berechnung des Spannungsverlustes. Nahezu jeder kennt das Phänomen, dass Lokomotiven auf einer Modellbahn in langen Gleisabschnitten langsamer werden. Das liegt zumeist daran, dass es sich bei den typischerweise verwendeten Modellbahnmotoren um Permanentmagnet Elektromotoren handelt. Diese haben die Eigenschaft, dass die Drehzahl von der Spannung abhängig ist. Bei entfernten Streckenabschnitten sinkt die Spannung ab und damit auch die Drehzahl des Motors. Die Lokomotive wird langsamer.
Natürlich beeinflusst dieser physikalische Effekt auch eine Reihe andere Prozesse. Es ist daher für uns wichtig, den Spannungsabfall beziehungsweise den Widerstand zumindest abschätzen zu können. Die entsprechende Formel lautet:
In der Formel steht l für die Länge und A für den Querschnitt des entsprechenden Leiters.
ρ ist eine Werkstoffkonstante und steht für den spezifischen Widerstand. Bei Kupfer bei 20°C gilt ρ = 0,0168 Ωmm²/m
Der Einfachheit halber rechnen wir immer bei 20°C, wohlwissend dass die Rechnung auch von der Temperatur abhängig ist, da sich der spezifische Widerstand mit der Temperatur verändert.
Für die Berechnung des Spannungsabfalls können wir die Formel des spezifischen Widerstandes in die Gleichung zum ohmschen Gesetz einfügen.
U=R*I
Berechnungsbeispiel: Die Zuleitung zu einem Boosterabschnitt ist 3m lang. Der Maximalstrom wird mit dem Kurzschlusstrom von 3A gleichgesetzt. Da der Booster durch die eingebaute Kurzschlusssicherung beim eingestellten Kurzschlussstrom, in unserem Fall 3A abschaltet kann kein größerer Strom auftreten.
In unserem Beispiel tritt bei der von uns verwendeten Litze rechnerisch ein Spannungsabfall von 0,36V auf. Da wir in der Rechnung den Auslösestrom der elektronischen Sicherung im Booster als Strom eingestezt haben, können wir davon ausgehen, dass der tatsächliche Strom deutlich niedriger liegt. DAs führt dazu, dass der Spannungsabfall auch deutlich niedriger ausfällt. Auch in Anbetracht dessen, dass in der Rückleitung ein Spannungsabfall entsteht kann man davon ausgehen, dass insgesamt der Spannungsabfall unter 1V liegt. Bei einer digital Versorgungsspannung von ca. 18V sind das etwa 5%. Der Wert kann ohne Probleme toleriert werden. In der Praxis hat sich auch gezeigt, dass bei Rückmelderanspeisungen eine 0,14mm² Litze ohne Probleme verwendet werden kann, soweit der Strom auf 3A (unser typischer Booster Kurzschlussstrom) abgesichert ist.
ACHTUNG: Bei Verwendung von leitungsstärkeren Boostern (z.B 5A oder 8A) ist diese Auslegung nicht geeignet. Wir hatten in der Gleiswendel einen 8A Booster, der irrtümlicherweise mit 0,14mm² Litze angeschlossen wurde. Dabei entstand ein klassischer Kabelbrand ohne dass die Sicherung ausgelöst hat.
Überlegungen zur Anlagenmasse
Es gibt kaum ein Thema, dass die Funktionsfähigkeit einer digitalen Modellbahn so stark beeinflusst, wie die grundlegende Anlagenmasse. Darunter ist im wesentlichen zu verstehen, wie die Ströme der einzelnen Verbraucher wieder zurück zur Spannungsquelle fließen.
In den frühen Märklin Tagen des 20. Jahrhunderts war diese Frage sehr schnell beantwortet. Das durchgehende Metall-Gleisbett schuf eine hervorragende Basis als gemeinsame Masse. Damit war auch das System der gemeinsamen Masse schnell weit verbreitet und hat sich in vielen Bereichen bis heute gehalten. Die große Herausforderung moderner Digitalsteuerungen ist aber, dass dieses sehr einfache System in vielen Bereichen nicht mehr den Anforderungen der modernen Digitalkomponenten gerecht wird.
Viele moderne Booster kommen mit einem gemeinsamen Rückleiter nicht mehr zurecht. Unter Synchronisierungsprobleme werden dazu einige wesentliche Grundlagen beschrieben.
Anspeisungen
Kabeltypen
Abtrennungen
Kabel verdrillen
Überlegungen zur Kurzschlussabsicherung
Boostergröße
Boostertrennstellen
Digitaltestwagen
Ringleitungen
Blöcke
Parallelgleisverbindung
Lokomotivleistung
Wir groß ist nun die effektive Motorleistung unserer Lokomotiven.
Mit der Formel P = U*I (vgl. Grundlagen) kann die Leitung im Gleichstromkreis relativ leicht berechnet werden. Für H0 Lokomotiven im Digitalbetrieb kann man davon ausgehen, dass die Motoren nur in seltenen Fällen mehr als 1A Motorstrom ziehen. Bei einer effektiven Motorspannung von ca. 14 V ergeben sich daraus 14V*1A=14VA=14W. Dieser Wert unterliegt natürlich großer Streuung, aber mir ist noch keine sauber funktionierende Lokomotive untergekommen, die im Betrieb deutlich mehr als 1A Motorstrom gezogen hat.
Dekoderauswahl
Einbau
Motorisolierungen
Beleuchtung
Grundlagen der Anlagenverkabelung
Gleisverdrahtung
Arduino
Seit einigen Jahren geistern die kleinen Italiener durch die Modellbahnwelt. Ursprünglich stammt das System tatsächlich aus Italien. In der Zwischenzeit gibt es aber eine kaum überschaubare Anzahl an Clones.
Loconet
Loconet
CDE Schnittstelle
Die CDE Schnittstelle ist keine Schnittstelle an sich. Dabei handelt es sich lediglich um eine 3-polige Anschlussmöglichkeit für Booster. 2 Drähte beinhalten das Digitalsignal, 1 Draht beinhaltet die Kurzschlussrückmeldung.
Adressbereiche im Loconet
Fehlersuche im Loconet
Computer und Netzwerk
Hardwareanforderungen
Züge
Lokomotiven
Auf der Homepage des Modellbahnclub Sankt Florian werden unterschiedliche Lokomotiven beschrieben.
Zugkombinationen
Boosterabschnitte
Boosterabschnitte Übersicht
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Elektrische Grundlagen gehören zum ABC der Modellbahn. Auf den Seiten wird versucht die Grundlagen verständlich aufzubereiten.
Zugbeleuchtung mit Ladeschaltung - analog und DCC
Eine vernünftige Waggonbeleuchtung selbst zu bauen ist einfacher als erwartet und eine Menge Bastelspaß für einen Nachmittag. Die Schaltung zeigt ganz einfach wie es geht.
Als Bauteile benötigt man je Wagen: 1 Brückengleichrichter € 0,20 je nach Wagenlänge 2 bis 8 weiße LEDS à 0,20 € 1,60 je LED eine Vorwiderstand ca. 1kOhm à 0,15 € 1,20 1 Ladewiderstand ca. 200Ohm € 0,15 1 Platinenstreifen € 1,00 -------------------------------------------------------- Summe € 4,15 Damit erhalten Sie ab unter 5 Euro flackerfreies Licht in Ihren Personenwagen
Bastelspaß ist gratis Der Aufbau geht sehr leicht von der Hand. Die Platine wird der Länge nach in Streifen zerschnitten, die genau 3 Leiterbahnen breit sind. Das geht am besten mit einer kleinen elektrischen Säge (Proxxon) oder einer kleinen Bandsäge.
Das Bild zeigt den schematischen Aufbau auf einer Lochrasterplatine. Die Leiterbahn ist 2x zu durchtrennen. Die einzige Fehlerquelle ist eine Verpolung von Bauteilen. Bei den Brückengleichrichtern sind + und - aufgedruckt. Am Kondensator ist die Polung ebenfalls aufgedruckt. Bei den LEDs ist das lange Beinchen der Plus-Pol.
Zweileiter vs. Dreileiter
Verkabelung
Analoge Schaltungen
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Verkabelung
Kabelfarben
Die Unterscheidung von Kabeln auf der Anlage ist sehr wichtig, um Fehlverkabelungen vorzubeugen. Wir haben ein ganz einfaches Schema entwickelt:
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rot/gelb verdrillte Leitungen liefern ein DCC Signal und sind direkt mit der Zentrale verbunden
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rot/schwarz verdrillte Leitungen sind Leitungen zu Weichenantrieben
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rot rote Leitungen sind Rückmelderleitungen und “Zuleitungen der Gleisversorgung”
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schwarz werden Rückleitungen vom Gleis ausgeführt
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gelb/weiss 16V Wechselstrom für Licht und andere Verbraucher
Beschriftung
Um über den Verlauf von Kabeln genau Bescheid zu wissen werden alle Kabel an den beiden Enden beschriftet. Je nach Kabellänge werden auch im Verlauf noch Beschriftungen angebracht. Das entsprechende Schema ist ganz einfach.
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B0001 Boosterleitung - je nach Farbe handelt es sich um ein Hin- oder Rückleitung. Die Nummer entspricht der Nummerierung in der Dokumentation bzw. der entsprechenden DCC/Loconetadresse.
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W0001 Weichenansteuerung - die Kabel können abhängig vom Weichenatrieb 2- oder 3polig sein und bestehen zumindest aus einer roten und einer schwarzen Litze. Sie verbinden die Weiche mit dem Weichendecoder
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Elektrische Bahnsysteme
Das H0 Zweileitersystem ist zweifelsfrei das am weitesten verbreitete Modellbahnsystem. Dabei wird der Fahrstrom von einer Schiene des Gleises zur über den Motor zur zweiten Schiene geleitet. Im 2-Leiter System kommen typischerweise Gleichstrommotoren zu Einsatz. Dadurch ist das System zumindest vom prinzipiellen Aufbau einfach, robust und preiswert.

Das Bild zeigt die drei wesentlichen, jemals verwendeten Systeme. Beim 2-Leiter Gleis, links im Bild, kommt der Strom von einer Schiene läuft durch den Motor und durch die zweite Schiene zurück ans Steuergerät.
Bei “dreischienigen” System von Märklin kommt der Strom aus dem Mittelleiter, läuft über den Motor und beide Fahrschienen zurück an das Steuergerät. Der große Vorteil war über viele Jahre die Möglichkeit Kehrschleifen problemlos zu durchfahren. Mit der Verbreitung elektronischer Bauteile ist das in den Hintergrund getreten.
Bei den 2 Bildern für das TRIX EXPRESS System wird der Strom vom Mitteleiter zum Motor geleitet (und dann jeweils nur über eine Fahrschiene zurück zum Regelgerät. Die Möglichkeit 2 Züge auf einem Gleis unabhängig voneinander zu betreiben hats sich jedoch spätestens mit Einführung der Digitaltechnik technisch überholt. Für TRIX EXPRESS gibt es noch eine kleine Fangemeinde.
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Kurzschluss
Ein elektrischer Kurzschluss ist eine nahezu widerstandslose Verbindung der beiden Pole einer elektrischen Spannungsquelle, oder allgemeiner zweier Schaltungspunkte mit normalerweise verschiedenem Potential, durch die die Spannung zwischen diesen Teilen auf einen Wert nahe null fällt. Dieser Begriff bezeichnet sowohl die physische Verbindung (ohne Stromfluss) als auch das Ereignis des extremen Stromflusses durch diese Verbindung, sobald sie oder die Spannungsquelle aktiviert werden. Wikipedia, abgerufen am 2023-05-29
Leider sind Kurzschlüsse auf der Modellbahn ein nahezu regelmäßiger Betriebszustand. Das viele Gründe über die man hier diskutieren könnte. Als Beispiel soll nur das unten angefügte Bild dienen. Wir hatten plötzlich das Problem, dass unsere Rückmelder zeitweise stark zu blinken begannen. Nach mehreren Stunden Suche war das Problem gefunden. Eine Neue Lokomotive vom Hersteller ESU zieht beim Überfahren der PIKO Herzstücke Funken. Der Radreifen verbindet die beiden Flügelschienen und löst das Problem aus. An einer Lösung wird gearbeitet.
Im Bild ist das Aufblitzen des “Kurzschlusses” recht schön zu erkennen. Die Folgen sind weniger schön. In dem Moment erkennt natürlich der Booster einen Kurzschluss, schaltet sich ab und kurz darauf wieder ein. Die Rückmelder spielen verrückt und es kommt unweigerlich zu Störungen im Fahrbetrieb.
Ist halt alles nur Spielzeug für große Männer.
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Configuration Variables - Konfigurationsvariablen CV
Häufig wird unter Modelleisenbahnern davon gesprochen, dass mal schnell ein Decoder zu programmieren ist. Tatsächlich müsste man aber davon sprechen, den Decoder zu konfigurieren. Programmiert sind die Decoder ab Werk. Die Konfigurationsvariablen erlauben es aber, die Eigenschaften im Rahmen der vorprogrammierten Möglichkeiten zu verstellen - eben zu konfigurieren.
Die Möglichkeiten sollen in übersichtlicher Form dargestellt werden.
CV1
In der Configuration Variable 1 (CV1) wird die Lokadresse gespeichert. Diese Adresse dient dazu, eine Lok eindeutig zu identifizieren.
CV2 Anfahrspannung
Dieser Variable dient dazu, die Anfahrspannung, bei der die Lokomotive gerade sauber anfährt einzustellen. Ein zu großer Wert führt beim Anfahren zu einem Ruck, ein zu kleiner Wert führt möglicherweise dazu, dass die Lokomotive nicht anfährt.
CV3 Beschleunigung
Mit der CV3 kann das Anfahrverhalten der Lokomotive verändert werden. Ein großer Wert läßt die Lokomotive langsam beschleunigen. Kleine Werte führen dazu, dass die Lokomotive rasch beschleunigt.
CV4 Bremsverzögerung
CV5 Maximalgeschwindigkeit
CV7 Softwareversion
CV8 Herstellerkennung
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28 Heljan
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40 Kato
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53 Rautenhaus
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85 Uhlenbrock
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99 Lenz
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101 Bachmann Trains
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109 Viessmann
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115 Dietz
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117 cT Elektronik
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123 Massoth
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129 Digitrax
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131 Trix
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145 Zimo
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151 ESU
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155 Fleischmann
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157 Kühn
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159 LGB
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161 Roco
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186 Brawa
CV9
CV10
CV11
CV12
CV13
CV14
CV15
CV16
CV17
CV18
CV19
CV20
CV21
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Rund um die verschiedenen Decoderschnittstellen wurde von der MOROP ein umfangreiches Normierungsprogramm erstellt.
NEM650
Die NEM650 ist eigentlich keine Schnittstelle im engeren Sinn. Vielmehr werden in der NEM650 die Farben der Drähte und die Verkabelung einer Modellbahnlokomotive ohne Decoderschnittstelle beschrieben. https://www.morop.org/downloads/nem/de/nem650_d.pdf
NEM651
Die NEM651 beschreibt die ursprüngliche 8-polige Schnittstelle, wie sie lange in den verschiedensten Lokomotiven angewendet wurde https://www.morop.org/downloads/nem/de/nem651_d.pdf
NEM652
Die NEM652 Schnittstelle entstand als sehr flache 6-polige Schnittstelle für kleine Spurweiten https://www.morop.org/downloads/nem/de/nem652_d.pdf
NEM658
Landläufig ist die Schnittstelle als PluX8, PluX12, PluX26 und PluX22 bekannt. Die Kontaktbelegung folgt aber einem sehr gut durchdachten System, so dass damit eine große Bandbreite bedient werden kann. https://www.morop.org/downloads/nem/de/nem658_d.pdf
Die Schnittstellen NEM660 und NEM662 sind defacto Märklin und Kühn Standards und werden hier nicht weiter beschrieben.
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Die Belegtmelder sind die Augen einer digital gesteuerten Modellbahn. Ohne fehlerfrei funktionierende Belegtmelder ist es einer Steuerungssoftware nicht möglich, Züge auf einer Modellbahn sicher zu steuern.

Bild: Roco Rückmelder, -Quelle: Roco Homepage
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Elektrotechnik für Ingenieure, Grundlagen, Rainer Ose
Das Buch wird zum Unterricht an technischen Fachschulen und Hochschulen verwendet. Aufgrund der klaren Gliederung und Darstellung ist es auch für den Einsatz in der Praxis des Modellbahners sehr gut geeignet.
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Zur Steuerung vom Modelleisenbahnen gibt es eine Fülle an unterschiedlicher Software. Mit den 3 angeführten Paketen beschäftigen wir uns konkret.
Traincontroller
Traincontroller ist eine kommerziell vertrieben Software zur Steuerung von Modelleisenbahnen.
Rocrail
Rocrail war ursprünglich mal eine freie Software.
JMRI
JMRI ist ein völlig freies Softwarepaket zur Steuerung von Modelleisenbahnen.






