Lokomotiven
- Details
- Zugriffe: 56
Die bayerischen Mallet-Lokomotiven waren eine besondere Bauart der Königlich Bayerischen Staatsbahnen, die sich durch ihre Gelenkkonstruktion auszeichneten. Sie wurden für schwierige Strecken mit engen Radien und starken Steigungen entwickelt und gehören zu den markantesten Dampfloks der Länderbahnzeit.
🚂 Historischer Überblick
Bauart: Mallet-Gelenklokomotive (zwei Triebgestelle, vorderes beweglich)
Hersteller: Krauss (München)
Baujahre: ab 1906
Gattung: Gt 2x4/4 (später bei der DRG als Baureihe 96 geführt)
Achsfolge: (1′D)(D1′) – insgesamt 8 Kuppelachsen
Leistung: ca. 1.600 PS
Höchstgeschwindigkeit: 50 km/h
Einsatzgebiet: Vor allem die Schiefe Ebene und andere Steilstrecken in Bayern
Die Mallet-Bauweise erlaubte es, die Lok trotz ihrer Größe in engen Kurven einzusetzen. Das vordere Triebgestell war beweglich und konnte sich dem Gleisverlauf anpassen.
🏞 Bedeutung
Die bayerischen Mallets waren die stärksten Länderbahnloks ihrer Zeit und wurden vor allem für schwere Güterzüge auf Gebirgsstrecken eingesetzt. Sie waren imposant, aber auch wartungsintensiv – die Gelenkkonstruktion und die Dampfzuführungen machten sie anfällig.
Nach der Länderbahnzeit übernahm die Deutsche Reichsbahn die Maschinen als Baureihe 96. Sie blieben bis in die 1940er‑Jahre im Einsatz und wurden dann nach und nach ausgemustert.
Modelle in Spur H0
Die bayerischen Mallets sind auch im Modellbau verewigt:
Märklin brachte die BR 96 mehrfach heraus, teils mit Digital‑Sound.

Gt 2x4/4 Werkbild Märklin
Besonders beliebt sind die Varianten in bayerischer Länderbahn-Lackierung (grün) sowie die DRG‑Version in Schwarz.
Für Sammler sind die Mallets ein Highlight, da sie die Giganten der Lokalbahnen darstellen und durch ihre Gelenkbauweise auch im Modell spektakulär wirken.
- Details
- Zugriffe: 52
Die „Kreuzspinne“ war eine außergewöhnliche Dampflok der sächsischen Staatsbahn, die später als Baureihe 98.0 bei der Deutschen Reichsbahn geführt wurde. Sie erhielt ihren Spitznamen wegen ihrer ungewöhnlichen Bauweise mit zwei drehbaren Triebdrehgestellen nach dem Meyer-System – eine Konstruktion, die sie besonders beweglich machte und für enge Radien und steile Strecken prädestinierte.

Rivarossi Kreuzspinne Quelle:richardo.ch
Historischer Hintergrund
Baujahre: 1910–1914 durch die Sächsische Maschinenfabrik Hartmann in Chemnitz
Anzahl: 19 Stück, von der DRG als 98 001–015 eingereiht
Leistung: ca. 400 kW (540 PSi)
Höchstgeschwindigkeit: 50 km/h
Besonderheit: Bauart Meyer mit zwei Triebdrehgestellen – selten im Normalspurbereich, da die flexiblen Dampfzuleitungen störanfällig waren
Einsatzgebiet: Vor allem die Windbergbahn bei Dresden, wo die Lok den Beinamen „Windbergheddel“ erhielt. Beim Personal war sie als „Heuwender“ oder „Kreuzspinne“ bekannt.
Eine Lok, die bis heute überlebt hat, ist die 98 001, die im Industriemuseum Chemnitz ausgestellt ist.
Modelle in Spur H0
Die Kreuzspinne hat auch im Modellbau ihre Spuren hinterlassen:
Rivarossi brachte ab den 1970er‑Jahren die BR 98.009 als H0‑Modell heraus – filigran, aber mit schwacher Antriebstechnik.
Gützold produzierte später deutlich detailliertere Modelle, auch mit Digitaloptionen.
Heute sind beide Varianten begehrte Sammlerstücke, besonders die Gützold‑Ausführungen mit hoher Detailtreue.
Die BR 98 „Kreuzspinne“ ist ein faszinierendes Beispiel für technische Experimente im frühen 20. Jahrhundert. Ihre ungewöhnliche Bauweise machte sie einzigartig im deutschen Lokomotivbau. Im Modell lebt sie weiter – als Rarität für Sammler und als Erinnerung an die besondere Atmosphäre der sächsischen Lokalbahnen.
- Details
- Zugriffe: 61
Entstehung und Entwicklung
Mitte der 1990er‑Jahre benötigte die Deutsche Bahn dringend Ersatz für die stark beanspruchten Schnellzugloks der Baureihe 103. 1994 wurden daher 145 Lokomotiven der neuen BR 101 bei ABB Daimler Benz Transportation (später ADtranz, heute Bombardier) bestellt. Die erste Lok wurde 1996 vorgestellt, die Serienlieferung erfolgte bis 1999.
Die BR 101 basiert technisch auf den Erfahrungen mit der BR 120, der ersten Drehstromlok der DB. Sie erhielt einen Hohlwellenantrieb mit Einzelachsregelung, moderne Drehstrom-Asynchronmotoren und eine aerodynamische Form, die sich an der 103 orientiert, aber kantiger wirkt.
Technische Daten (Auswahl)
Leistung: 6.400 kW
Höchstgeschwindigkeit: 220 km/h (teilweise auf 200 km/h begrenzt)
Achsformel: Bo’Bo’
Dienstmasse: ca. 84–87 t
Anfahrzugkraft: 300 kN
Baujahre: 1996–1999
Anzahl gebaut: 145 Stück
Werkbild ROCO
Einsatz
Die BR 101 ist vor allem im Intercity‑Dienst im Einsatz und gilt als „Arbeitspferd“ des DB‑Fernverkehrs. Sie bespannt Züge mit bis zu 14 Wagen und ist auch für Güterzüge geeignet, wird dort aber nur selten eingesetzt. Stationiert sind die Loks überwiegend in Hamburg‑Eidelstedt.
Seit 2021 werden die ersten Maschinen ausgemustert, da sie durch moderne Triebzüge wie den ICE 4 ersetzt werden. Dennoch sind viele 101er weiterhin im täglichen Einsatz und prägen das Bild klassischer Intercity‑Züge in Deutschland.
Querverweis auf H0‑Modelle
Die BR 101 ist auch im Modellbau sehr beliebt. In Spur H0 haben zahlreiche Hersteller Varianten herausgebracht:
Märklin: Wechselstrommodelle mit Digital‑Decoder, oft in verkehrsroter Lackierung.
Roco: Gleichstrommodelle mit feinen Gravuren und Soundoption.
Fleischmann: Detaillierte DC‑Modelle, auch mit IC‑Wagen als Sets.
Piko: Preisgünstige Varianten, ideal für Einsteiger.
Besonders gefragt sind Sonderlackierungen wie die Werbeloks (z. B. „Märklin‑Lok“, „Bahn 2000“, „Umweltbewusst fahren“), die auch im Modell umgesetzt wurden.
Fazit
Die BR 101 ist die letzte große Einzellok-Baureihe der DB für den Fernverkehr und ein Symbol für die Übergangszeit von klassischen Lokomotiven zu modernen Triebzügen. Im Original wie im Modell ist sie ein Highlight für Eisenbahnfreunde und Sammler.
- Details
- Zugriffe: 54
Entstehung und Einsatz
Die Baureihe 140 entstand aus dem Einheitslokprogramm der Deutschen Bundesbahn. Ziel war es, durch standardisierte Bauteile die Unterhaltungskosten zu senken. Die E 40 (später 140) war dabei als Güterzuglokomotive für leichte bis mittlere Züge vorgesehen, konnte aber auch Reisezüge bis 100 km/h befördern.

Werkbild ROCO
Technisch ist sie eng verwandt mit der Schnellzuglok E 10: Unterschiede lagen vor allem in der Getriebeübersetzung, der einfacheren Druckluftbremse und dem Verzicht auf eine elektrische Bremse (außer bei wenigen Exemplaren der Unterbaureihe E 40.11, später BR 139).
Technische Daten
Baujahre: 1957–1973
Hersteller: Henschel, Krauss-Maffei, Krupp (mechanisch); AEG, BBC, SSW (elektrisch)
Leistung: ca. 3.600 kW
Höchstgeschwindigkeit: 110 km/h
Achsformel: Bo’Bo’
Dienstmasse: rund 83 t
Anzahl gebaut: 848 Stück
Bedeutung
Die 140 war jahrzehntelang eine Arbeitstier-Lok der Bundesbahn. Sie zog unzählige Güterzüge, wurde aber auch im Regionalverkehr eingesetzt. Erst ab den 1990er‑Jahren begann ihre Ausmusterung, die sich bis 2016 hinzog. Einige Exemplare sind heute noch als Museumsloks erhalten.
Querverweis auf H0‑Modelle
Die Baureihe 140 ist auch im Modellbau sehr beliebt. In Spur H0 haben zahlreiche Hersteller Varianten herausgebracht:
Märklin: Wechselstrommodelle, oft in grüner oder orientroter Lackierung.
Roco: Gleichstrommodelle mit feinen Gravuren und Digitaloptionen.
Fleischmann: Klassische DC‑Modelle, teils mit Sound.
Piko: Preisgünstige Varianten, auch für Einsteiger.
Sammler schätzen besonders frühe Märklin‑Modelle der E 40/140 sowie die detaillierten Roco‑Ausführungen. Damit ist die 140 sowohl im Original als auch im Modell ein Symbol für die Bundesbahnzeit.
- Details
- Zugriffe: 64
CN GP38 – ein Klassiker der Diesellok-Ära
Die GP38 wurde ab 1966 von der Electro-Motive Division von General Motors gebaut und war als „General Purpose“-Lok für den vielseitigen Einsatz im Güterverkehr konzipiert. Mit 2.000 PS Leistung, vier Achsen (Bo’Bo’) und einer Höchstgeschwindigkeit von rund 110 km/h war sie ideal für mittlere Frachten und Rangierdienste.
Die Canadian National Railway (CN) setzte zahlreiche GP38 und später GP38‑2 Maschinen ein. Sie prägten über Jahrzehnte das Bild nordamerikanischer Güterzüge und sind bis heute im Einsatz – oft modernisiert und mit neuen Lackierungen versehen. Besonders charakteristisch ist die „Low Nose“-Front, die den Lokführern eine bessere Sicht bietet.
Modelle in Spur H0
Die Beliebtheit der GP38 spiegelt sich auch im Modellbau wider. In Spur H0 gibt es eine Vielzahl von Nachbildungen:
Athearn Genesis bietet hochdetaillierte CN GP38‑2 Modelle mit LED‑Beleuchtung, Soundoption und feinen Details wie MU‑Schläuchen und Führerstandsinterieur.

Werkbild Athearn
Walthers Proto hat ebenfalls GP38‑Varianten im Programm, oft mit DCC‑Sound und CN‑Lackierungen.
Auch Umbauten für Märklin‑Systeme sind erhältlich, sodass die Lok sowohl im Gleichstrom- als auch im Wechselstrombetrieb gefahren werden kann.
Damit ist die CN GP38 nicht nur ein Stück Eisenbahngeschichte, sondern auch ein beliebtes Sammlermodell, das auf vielen H0‑Anlagen seine Runden dreht.
Die CN GP38 verkörpert die robuste, vielseitige Diesellok der nordamerikanischen Eisenbahnen. Ihr Einsatz bei der Canadian National Railway machte sie zu einem vertrauten Bild im Güterverkehr. Dank der detailreichen H0‑Modelle von Athearn, Walthers und anderen Herstellern können Eisenbahnfreunde diese Legende auch auf der heimischen Anlage erleben.
- Details
- Zugriffe: 75
Die BR 53 0001 war eine geplante, aber nie gebaute Kriegslokomotive der Deutschen Reichsbahn. Sie existierte nur als Entwurf von Borsig im Jahr 1943. Märklin HAMO griff diese faszinierende „Phantomlok“ später auf und brachte sie als detailreiches Modell in Spur H0 heraus – ein Stück Geschichte, das so nur in der Modellbahnwelt lebendig wurde.

Die Geschichte der BR 53 0001
Im Herbst 1943, mitten im Zweiten Weltkrieg, suchte die Deutsche Reichsbahn nach einer neuen, überschweren Güterzuglokomotive. Die bereits eingeführten Kriegsloks der Baureihen 42 und 52 erfüllten viele Anforderungen, doch man wollte eine noch stärkere Maschine. Der Auftrag ging an mehrere Hersteller, darunter Borsig in Berlin, die einen spektakulären Entwurf präsentierten: eine Mallet-Gelenklokomotive mit vier Zylindern, sieben angetriebenen Achsen und der Achsfolge (1'C)D.
Die Anforderungen waren gewaltig: Die Lok sollte 1.700 Tonnen Last auf einer Steigung von 8 ‰ im 360-Meter-Bogen mit mindestens 20 km/h ziehen können, bei einer Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h vorwärts wie rückwärts. Trotz der ambitionierten Pläne blieb die BR 53 0001 ein reines Projekt. Sie wurde nie gebaut – die Ressourcen der Kriegszeit reichten nicht aus, und die Baureihe 52 deckte den Bedarf ausreichend. So blieb die 53 0001 eine „Phantomlok“ der Reichsbahn, ein Traum aus Papier und Konstruktionszeichnungen.
Das Modell von Märklin HAMO
Viele Jahrzehnte später griff Märklin die Faszination dieser nie gebauten Lok auf. Unter der Marke HAMO erschien die BR 53 0001 in Spur H0 als Gleichstrommodell. Märklin brachte verschiedene Versionen heraus, etwa die HAMO 8302 oder 3802.
Das Modell zeigt die wuchtige Mallet-Bauweise mit langem Kessel und Schlepptender. Obwohl es die Lok in Wirklichkeit nie gab, vermittelt das Modell einen Eindruck davon, wie imposant sie auf den Gleisen gewirkt hätte. Für Sammler ist die HAMO-Variante besonders interessant, da sie Gleichstrombetrieb erlaubt und sich gut digitalisieren lässt. Viele Modellbahner sehen in ihr ein Highlight, weil sie eine „Was-wäre-wenn“-Lokomotive darstellt: ein Stück Technikgeschichte, das nur im Modell existiert.
Die Faszination
Die BR 53 0001 ist ein Symbol für die Visionen und Grenzen der Reichsbahn im Krieg. Sie zeigt, wie weit Ingenieure damals dachten – und wie die Realität solche Pläne oft verhinderte. Märklin HAMO hat diese Geschichte bewahrt und in die Modellbahnwelt übertragen.
So fährt die BR 53 0001 heute doch noch: nicht auf den Schienen der Reichsbahn, sondern auf den Anlagen von Sammlern und Eisenbahnfreunden. Eine Lok, die nie gebaut wurde, aber im Modell weiterlebt – und damit zur Legende geworden ist.
BR 53 0001 (DRG-Projekt, 1943)
Mallet-Gelenklokomotive, Achsfolge (1'C)D
Geplant: 1.700 t auf 8 ‰ Steigung bei 20 km/h
80 km/h vorwärts und rückwärts
Highlights
Die BR 53 0001 ist eine „Was‑wäre‑wenn“-Lok: Sie existierte nur auf dem Papier.
Märklin/HAMO brachte sie als Modell heraus und machte sie so zur Legende der Modellbahnwelt.
Besonders die HAMO‑Version ist bei Sammlern beliebt, da sie für Gleichstromanlagen geeignet ist.
Damit ist die BR 53 0001 ein seltenes Beispiel, wo ein Modell existiert, aber das Original nie gebaut wurde.
HAMO‑Versionen (8302) sind besonders begehrt, da sie Gleichstrombetrieb ermöglichen und seltener produziert wurden.
Die Digitalversion (3802) ist interessant für Modellbahner, die die Lok in moderne Anlagen integrieren wollen.
Die klassische Märklin‑Ausführung (3302) ist am weitesten verbreitet und daher leichter erhältlich, aber für Komplettsammler unverzichtbar.
Aufgrund der besonderen Geschichte – die Lok wurde nie gebaut – gilt das Modell als Phantomlok und ist ein einzigartiges Sammlerstück.
Sammlerwert (Stand heute, Tendenz)
3302 Märklin AC: ca. 80–120 € je nach Zustand und Verpackung
8302 HAMO DC: ca. 120–180 €, bei OVP und Topzustand auch mehr
3802 Digital: ca. 150–200 €, besonders gefragt bei Digitalbahnern
Sonderauflagen HAMO: stark schwankend, teils über 200 €
- Details
- Zugriffe: 194
Der echte ICE 3 – Hochgeschwindigkeitszug der DB
Der ICE 3 ist eine Ikone des deutschen Hochgeschwindigkeitsverkehrs und gehört zur dritten Generation der Intercity-Express-Züge.
Technische Daten
Baureihen: 403, 406, 407, 408 (ICE 3neo)
Hersteller: Siemens / Bombardier
Länge: ca. 200 m (8 Wagen)
Höchstgeschwindigkeit: 330 km/h (betriebliche Nutzung meist bis 300 km/h)
Leistung: 8.000 kW Dauerleistung
Antrieb: Verteilt über mehrere Wagen, keine Triebköpfe
Besonderheiten:
Wirbelstrombremse
Niederfluriger Einstieg
Einsatz auch im Ausland (Frankreich, Niederlande, Belgien)
Der ICE 3 wird auf Hochgeschwindigkeitsstrecken wie Köln–Frankfurt oder München–Berlin eingesetzt und steht für Komfort, Effizienz und modernes Design.
Das PIKO-Modell des ICE 3 (Art.-Nr. 57305)
PIKO bietet eine detailgetreue Nachbildung des ICE 3 in Spur H0 (Maßstab 1:87), ideal für Modellbahner ab 14 Jahren.
Technische Merkmale
Spurweite: H0
Länge über Puffer: 1142 mm
Stromsystem: Wechselstrom (AC)
Digital: 8-polige Schnittstelle, kein Sounddecoder verbaut
Beleuchtung: Fahrtrichtungsabhängiger Lichtwechsel (weiß/rot)
Mindestradius: 358 mm
Inneneinrichtung: Nachgebildet, getönte Fenster
Besonderheiten: Lokführerfigur im Führerstand
Das Modell ist in der klassischen ICE-Farbgebung (weiß mit rotem Streifen) gehalten und überzeugt durch hohe Detailtreue und solide Verarbeitung.
Erweiterungsmöglichkeiten
Ergänzungswagen (z. B. Bistro, Sitzwagen)
Innenbeleuchtung nachrüstbar
Decoder für digitale Steuerung
Zubehör wie Stromabnehmer, Schleifer, Figuren

Fazit
Der ICE 3 ist ein technisches Meisterwerk im Original und ein Highlight auf jeder Modellbahnanlage. Das PIKO-Modell bietet:
Authentisches Design
Gute Fahreigenschaften
Erweiterbarkeit für digitale Anlagen
- Details
- Zugriffe: 160
Union Pacific Big Boy 4020 – Gigant der zweiten Serie
Die Lokomotive Nr. 4020 der Union Pacific Railroad (UP) war Teil der zweiten Serie der legendären Big Boy-Dampflokomotiven, die 1944 von der American Locomotive Company (ALCO) gebaut wurden. Insgesamt wurden 25 Big Boys gefertigt – 20 Stück in der ersten Serie (Nr. 4000–4019) und 5 Stück in der zweiten Serie (Nr. 4020–4024).
Technische Eckdaten der 4020
Bauart: 4-8-8-4 (Whyte-Notation), Gelenklokomotive mit einfacher Dampfdehnung
Länge: ca. 40,5 m (mit Tender)
Dienstgewicht: ca. 772 t (Lok + Tender)
Leistung: bis zu 7.000 PS am Zughaken
Zugkraft: über 600 kN beim Anfahren
Kesselüberdruck: 21,1 bar
Brennstoff: Steinkohle (25,4 t Vorrat)
Wasser: 94,6 m³ Vorrat
Hersteller: ALCO, Baujahr 1944
Unterschiede zur ersten Serie
Die zweite Serie (4020–4024) unterschied sich leicht von den ersten 20 Maschinen:
-
Verwendung schwererer Metalle aufgrund von Kriegsrestriktionen
-
Modifizierte Luftkompressor-Kühler zur besseren Wartung
-
Geringfügig höheres Gewicht und Wasservorrat
Einsatzgebiet
-
Die Big Boys wurden für den schweren Güterverkehr über die Rocky Mountains konzipiert, insbesondere über den Sherman Hill in Wyoming.
-
Lok 4020 war wie ihre Schwestermaschinen in Cheyenne stationiert und zog Züge mit bis zu 6.000 Tonnen ohne Vorspannlok.
Verbleib
Lok 4020 wurde nach 1962 ausgemustert und verschrottet. Von der zweiten Serie ist nur Lok 4023 erhalten geblieben – sie steht heute im Kenefick Park in Omaha, Nebraska.
Seit einigen Jahren liefert Athearn ein sehr schönes Modell des Big Boy

Bild: Werkbild Athearn, abgerufen am 06.12.2022
Die Klasse 4000 der Union Pacific Railroad (UP), bekannt als Big Boy, ist die größte und leistungsfähigste Dampflokomotivbaureihe der UP und die größte und leistungsfähigste fahrbereite Dampflokomotive der Welt.
Insgesamt wurden 25 Exemplare des Typs von der American Locomotive Company (ALCO) gebaut, 20 im Jahre 1941 und fünf im Jahr 1944. Die Maschine wurde von einem Team unter Leitung von Otto Jabelmann entworfen, unter dessen Verantwortung auch bereits die gleichwohl noch parallel gebaute Vorgängerklasse 3900 (Herstellerbezeichnung Challenger mit der Achsfolge (2’C)C2’ entstanden war. Von einem unbekannten Mitarbeiter der ALCO-Werke stammt die Bezeichnung Big Boy (großer Junge), die er mit Kreide auf die Rauchkammer schrieb. Die Bezeichnung bürgerte sich schnell für die Lokomotiven der UP-Klasse 4000 ein.
- Details
- Zugriffe: 190
Die BR 80 in H0 – Kleine Lok mit großer Geschichte
Das Vorbild: Die DR-Baureihe 80
Die BR 80 war eine kompakte Rangierlokomotive der Deutschen Reichsbahn, gebaut zwischen 1927 und 1929 im Rahmen des Einheitslokomotiven-Programms. Mit nur 39 Exemplaren war sie zwar zahlenmäßig begrenzt, aber technisch ein Meilenstein:
Bauart: C h2t (Dreikuppler mit Heißdampf)
Leistung: ca. 575 PS
Höchstgeschwindigkeit: 45 km/h
Einsatzgebiet: Rangierbetrieb in Bahnhöfen und Industrieanlagen
Die Lok war robust, zuverlässig und blieb teilweise bis 1977 als Werkslok im Einsatz.
Märklin: Die BR 80 als Klassiker der H0-Welt
Märklin brachte die BR 80 bereits in den 1950er Jahren als Modell auf den Markt – und sie wurde schnell zum Einsteigerliebling:
Artikelnummer: z. B. 3031 (klassische Variante)
Antrieb: Märklin-typischer Allstrommotor mit hohem Drehmoment
Gehäuse: Metall, oft mit liebevoller Lackierung und Beschriftung
Besonderheiten: Die Lok war Teil vieler Startpackungen und gilt als „Arbeitstier“ auf Modellbahnanlagen
Die Märklin-BR 80 ist bis heute ein Symbol für die Zuverlässigkeit und Langlebigkeit der Marke – viele Modelle aus den 60er Jahren laufen noch heute tadellos. Und nach eigenen Angaben hat Märklin bereits mehr als 5 Millionen davon verkauft.

Märklin BR80 - frühes Modell mit einfacher Steuerung - https://www.maerklin-sammler-infos.de/
Kleinbahn: Österreichs Beitrag zur BR 80
Auch Kleinbahn, der traditionsreiche Hersteller aus Wien, hatte die BR 80 im Sortiment – wenn auch mit eigenständiger Interpretation:
Produktion: ab den 1960er Jahren
Material: Zinkal-Rahmen, Kunststoffgehäuse
Antrieb: einfacher Gleichstrommotor, solide verarbeitet
Design: oft etwas schlichter als Märklin, aber charmant und funktional
Kleinbahn war bekannt für seine preiswerten und robusten Modelle, die besonders in Österreich eine treue Fangemeinde hatten. Die BR 80 war Teil eines Sortiments, das bis zur Geschäftsaufgabe 2021 gepflegt wurde.

Bild: Ebay - Lok hat noch den original Kleinbahn Motor und Zinkräder
Fazit: Ein Modell mit Kultstatus
Ob von Märklin oder Kleinbahn – die BR 80 im H0-Maßstab ist mehr als nur eine kleine Rangierlok. Sie steht für:
Modellbahn-Nostalgie
Technische Raffinesse im Kleinen
Zuverlässigkeit über Jahrzehnte
Für Sammler, Einsteiger und Nostalgiker ist sie ein Muss – und auf vielen Anlagen schnauft sie noch heute mit unermüdlicher Kraft durch die Miniaturwelt.
- Details
- Zugriffe: 163
C&O H-4 2-6-6-2 – Die Kraft der Mallet-Gelenklokomotive
Einleitung
Die Chesapeake & Ohio Railway (C&O) war bekannt für ihre schweren Kohlezüge, die durch die bergigen Regionen von Virginia und West Virginia rollten. Um diese Herausforderungen zu meistern, setzte sie auf die H-4 Klasse der 2-6-6-2 Mallet-Gelenklokomotiven – kraftvolle Maschinen, die Wendigkeit mit Zugkraft vereinten.

Werkbild: Bachmann
Technische Daten
Bauart: 2-6-6-2 Mallet (Whyte-Notation)
Antrieb: Compound-Gelenklokomotive mit Hoch- und Niederdruckzylindern
Hersteller: ALCO und Baldwin Locomotive Works
Baujahre: 1912–1918
Leistung: ca. 77.900 lbf Zugkraft
Gewicht: bis zu 449.000 lb (ca. 204 Tonnen)
Kesseldruck: 210 psi (1,45 MPa)
Zylinder:
Hochdruck: 22" × 32"
Niederdruck: 35" × 32"
Konstruktion und Besonderheiten
Die H-4 war eine vollständig gelenkige Dampflokomotive, bei der die vordere Triebwerksgruppe auf einem eigenen Drehgestell montiert war. Dies erlaubte enge Kurvenradien und machte sie ideal für die kurvigen und steilen Strecken der Appalachen.
Compound-Prinzip: Der Dampf wurde zuerst in den hinteren Hochdruckzylindern genutzt und dann in den vorderen Niederdruckzylindern erneut verwendet – das erhöhte die Effizienz.
Tender: Oft mit dem markanten Vanderbilt VC12 Tender kombiniert, der große Mengen Wasser und Kohle fasste.
Einsatzgeschichte
Die H-4 Lokomotiven ersetzten die älteren 2-8-0 Consolidations und konnten mehr Tonnen mit weniger Kohleverbrauch bewegen. Sie wurden vor allem auf den sogenannten „Mine Runs“ eingesetzt – kurzen, aber anspruchsvollen Fahrten zwischen Kohleminen und Verladepunkten.
Die H-4 war Teil einer ganzen Familie von 2-6-6-2 Lokomotiven, die bei der C&O ab 1911 eingeführt wurden. Die letzte Serie, die H-6 Klasse, wurde 1949 gebaut und war die letzte kommerziell produzierte Dampflok für den US-Markt.
Erhaltene Exemplare
Ein besonders berühmtes Exemplar ist die C&O 1309, eine H-6 Lokomotive, die heute restauriert ist und gelegentlich auf Sonderfahrten zu sehen ist. Sie ist ein Symbol für das Ende der Dampflok-Ära in den USA.
Fazit
Die C&O H-4 2-6-6-2 war ein Meisterwerk der Dampftechnik – stark, flexibel und perfekt angepasst an die Herausforderungen der Bergregionen. Sie steht für eine Ära, in der Ingenieurskunst und rohe Kraft die amerikanischen Eisenbahnen prägten.
- Details
- Zugriffe: 148
Union Pacific "Gas Turbine" GTEL
Die Ära der Turbinenkraft auf Schienen
Einleitung
In den 1950er und 60er Jahren wagte die Union Pacific Railroad ein technisches Abenteuer: den Einsatz von Gas Turbine-Electric Locomotives (GTELs). Diese Lokomotiven waren keine gewöhnlichen Dieselmaschinen – sie wurden von echten Gasturbinen angetrieben, ähnlich denen in Flugzeugen. Mit bis zu 8.500 PS gehörten sie zu den leistungsstärksten Lokomotiven, die je gebaut wurden.

Technik und Aufbau
Antrieb: Gasturbine treibt Generator → versorgt Elektromotoren an den Achsen
Leistung:
1, & 2. Generation: 4.500 PS
Generation („Big Blows“): 8.500 PS
Kraftstoff: Schweres Heizöl (Bunker C), das auf 93 °C erhitzt werden musste
Achsanordnung:
1. & 2. Generation: (C-C)+(C-C)
Generation: vier dreiachsige Drehgestelle (C+C+C+C)
Spitznamen: „Verandas“ (2. Gen), „Big Blows“ oder „Bird Burners“ (3. Gen)
Historischer Überblick
| Generation | Baujahre | Anzahl | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Prototyp | 1948 | 1 | UP 50, gebaut von Alco-GE |
| 1. Gen | 1952 | 10 | UP 51–60, 4.500 PS |
| 2. Gen | 1954 | 15 | UP 61–75, „Veranda“-Design |
| 3. Gen | 1958–1961 | 30 | UP 1–30, „Big Blows“, 8.500 PS |
Die GTELs wurden hauptsächlich zwischen Council Bluffs (Iowa) und Ogden (Utah) eingesetzt. Aufgrund ihres ohrenbetäubenden Lärms waren sie in Kalifornien schnell unbeliebt.
Vorteile und Herausforderungen
Vorteile:
Enorme Zugkraft und Leistung
Anfangs günstiger Kraftstoff
Ideal für lange, schwere Güterzüge
Nachteile:
-
Hoher Kraftstoffverbrauch
Schweres Heizöl war schwierig zu handhaben
Lautstärke und Wartungsaufwand
Wirtschaftlich unrentabel ab den späten 1960ern
Erhaltene Exemplare
Obwohl die meisten GTELs verschrottet wurden, sind zwei erhalten geblieben:
UP 18 im Illinois Railway Museum
UP 26 & 26B im Union Station Museum in Ogden, Utah
Fazit
Die Union Pacific GTELs waren ein mutiger Schritt in Richtung Zukunft – eine Mischung aus Flugzeugtechnik und Eisenbahnpower. Auch wenn sie letztlich den effizienteren Dieselloks weichen mussten, bleiben sie ein faszinierendes Kapitel der Eisenbahngeschichte.
- Details
- Zugriffe: 129
Die DB Baureihe 24 – Das „Steppenpferd“ der Nebenbahnen
Einleitung
Die Baureihe 24 der Deutschen Reichsbahn war eine Einheits-Personenzuglokomotive, die zwischen 1928 und 1940 gebaut wurde. Sie wurde speziell für den Einsatz auf Nebenstrecken konzipiert und galt als besonders zuverlässig, wartungsfreundlich und vielseitig. Wegen ihrer eleganten Erscheinung und ihrer Einsatzgebiete in flachen Regionen erhielt sie den Spitznamen „Steppenpferd“.
Konstruktion und Technik
Bauart: 1'C h2 (eine Laufachse vorn, drei Kuppelachsen)
Hersteller: Borsig, Hanomag, Henschel, Krupp, Linke-Hofmann, Schichau
Leistung: ca. 677 kW (920 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h (50 km/h bei Tender voraus)
Kesselüberdruck: 14 bar
Brennstoffvorrat: 6 Tonnen Steinkohle
Wasservorrat: 16 m³
Tender: meist 3 T 16 oder 3 T 17
Die Lokomotiven waren mit einem genieteten Einheitskessel ausgestattet. Ab Lok 24 017 wurde die kupferne Feuerbüchse durch eine geschweißte Stahlbüchse ersetzt. Die Steuerung erfolgte über die bewährte Heusingersteuerung mit Kuhnscher Schleife.
Austauschbarkeit und Baugleichheit
Die BR 24 war weitgehend baugleich mit der Tenderlokomotive BR 64. Viele Komponenten wie Kessel, Zylinder, Triebwerk und Radsätze waren untereinander tauschbar. Diese Modularität erleichterte Wartung und Ersatzteilversorgung erheblich.
Geschichte und Einsatz
Erste Auslieferung: 1928
Gesamtanzahl: 95 Lokomotiven
Ausmusterung bei DB: 1966
Ausmusterung bei DR (Ost): 1972
Die Lokomotiven wurden vor allem im norddeutschen Flachland eingesetzt, wo ihre Fahreigenschaften besonders zur Geltung kamen. Sie zogen leichte Personenzüge und waren auch im Rangierdienst aktiv. Einige Exemplare wurden nach dem Zweiten Weltkrieg von der Polnischen Staatsbahn (PKP) übernommen und dort als Baureihe Oi2 geführt.
Technische Besonderheiten
Zwei Lokomotiven – 24 069 und 24 070 – wurden als Versuchslokomotiven mit Mitteldruckkesseln (25 bar) gebaut. Besonders 24 069 beeindruckte mit einem extrem niedrigen Dampf- und Kohleverbrauch und gilt als eine der effizientesten Kolbendampfloks Deutschlands.

Fleischmann BR24 - Bild: modelleisenbahngebraucht.de
Erhaltene Exemplare und Museumsstücke
Einige Lokomotiven der BR 24 sind bis heute erhalten und werden bei Sonderfahrten oder in Museen gezeigt. Die Lok 24 009 ist ein beliebtes Ausstellungsstück und war mehrfach bei Veranstaltungen wie dem Bahnhofsfest in Blindweide zu sehen.
Fazit
Die DB Baureihe 24 war ein technisches Meisterwerk ihrer Zeit – robust, elegant und effizient. Sie steht exemplarisch für die Ingenieurskunst der Einheitslokomotiven und bleibt ein Symbol für die goldene Ära der Dampfeisenbahn.
- Details
- Zugriffe: 186
Die DB Baureihe 103 – Königin der deutschen Schnellzuglokomotiven
Die Baureihe 103 der Deutschen Bundesbahn (DB) ist mehr als nur eine Lokomotive – sie ist eine Ikone der deutschen Eisenbahngeschichte. In den 1970er- und 1980er-Jahren galt sie als das Sinnbild für Geschwindigkeit, Eleganz und technische Überlegenheit. Mit ihrer markanten rot-beigen Farbgebung und der fließenden Linienführung verkörperte sie die goldene Ära des deutschen Fernverkehrs.
Technische Merkmale
Bauzeit: 1969–1974
Hersteller: AEG, BBC, Henschel, Krauss-Maffei, Siemens
Leistung: 10.400 kW (etwa 14.000 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h
Achsanordnung: Co′Co′ (sechs angetriebene Achsen)
Dienstgewicht: ca. 114 Tonnen
Die BR 103 war die erste deutsche Lokomotive, die für den planmäßigen 200-km/h-Betrieb zugelassen wurde – ein Meilenstein in der Entwicklung des Hochgeschwindigkeitsverkehrs.
Einsatz im Schnellzugverkehr
Die Lokomotiven der BR 103 wurden fast ausschließlich im hochwertigen Fernverkehr eingesetzt:
InterCity-Züge (IC): Die elegante Lok zog Züge wie den „Rheingold“, „Domspatz“ oder „Blauer Enzian“ und verband Deutschlands Metropolen mit beispielloser Geschwindigkeit und Komfort.
EuroCity-Dienste: Auch im internationalen Verkehr, etwa Richtung Schweiz oder Österreich, war die BR 103 im Einsatz.
Dabei war sie berühmt für ihre Laufruhe, starke Beschleunigung und Zuverlässigkeit – selbst bei höchsten Belastungen.
Design und Ästhetik
Die 103 war nicht nur eine technische Meisterleistung, sondern auch ein Design-Kunstwerk:
Stromlinienförmige Front: Optimiert für Aerodynamik und Wiedererkennung
Farbschema: TEE-Lackierung in Beige/Rot, später auch in Verkehrsrot
Innenleben: Komfortabler Führerstand, hochwertige Technik und ausgeklügelte Kühlung
Die Lok wurde zum Liebling der Eisenbahnfreunde und Modellbahnhersteller – kein Wunder, dass sie bis heute auf Anlagen weltweit ihre Runden dreht.
Letzte Einsätze und Nachleben
Obwohl die Baureihe 103 nach und nach durch moderne Triebzüge wie den ICE ersetzt wurde, blieb sie bis weit in die 2000er-Jahre im Einsatz – manchmal als Reservelok oder für Sonderzüge. Mehrere Exemplare sind heute museal erhalten, etwa beim DB Museum in Nürnberg oder beim Verkehrsmuseum Koblenz.
Kultstatus bis heute
Sound: Das markante Brummen der sechs Fahrmotoren ist legendär
Leistung: Noch immer bewundernswert – selbst nach heutigen Maßstäben
Faszination: Für Eisenbahnfans ein unverzichtbarer Teil deutscher Technikgeschichte

Werkbild: Piko
- Details
- Zugriffe: 135
Schienen Schorsch und die kleine Lok mit großem Herz – Die ÖBB BR298
Im kleinen Bahnhof von Spittal an der Birnbahn, wo die Gleise im Sonnenlicht glitzern und die Modellbauherzen höher schlagen, hörte man eines Morgens ein ganz besonderes Schnaufen: Die ÖBB BR298, liebevoll „kleine 298er“ genannt, tuckerte mit rhythmischem Dampflokklang auf Gleis 3 ein.
„Na sowas“, murmelte Schienen Schorsch, als er sein Schnurrbart strich, „eine so alte Lok – mit mehr Charme als mancher Schnellzug!“

Die BR298 war keine Lok für Rekorde, sondern für Geschichten: Rangierfahrten in kleinen Bahnhöfen, Schneeräumung in stillen Winternächten, und sogar einmal der Transport einer Kirchenorgel nach Oberwölz – Schorsch schwört, er habe es selbst gesehen.
Als die Museumslok zum ersten Mal am Clubtag ihre Runden über die Modellanlage drehte, standen Jung und Alt staunend daneben. Ihre sanften Fahrgeräusche und das markante Design mit dem roten Streifen ließen alle Herzen höher schlagen.
Ein Kind fragte: „Warum fährt die 298 so ruhig?“ Schorsch grinste: „Weil sie weiß, wie man mit Erfahrung durchs Leben tuckert – nicht immer schnell, aber zuverlässig.“
Seitdem ist die BR298 das heimliche Symbol für alle Helfer:innen im Verborgenen: nicht laut, nicht groß, aber immer da, wenn's drauf ankommt. Und Schorsch sagt jedes Mal, wenn sie aufs Gleis rollt: „Da kommt sie – die kleine Lok mit großem Dienstgeist.“
- Details
- Zugriffe: 187
Die DB Baureihe 85 – Der „Bulle vom Höllental“
Die Baureihe 85 der Deutschen Reichsbahn (DR), später auch bei der Deutschen Bundesbahn (DB) im Einsatz, war eine beeindruckende Tenderlokomotive, die speziell für den Einsatz auf steilen Strecken konzipiert wurde. Ihre Geschichte ist eng mit der legendären Höllentalbahn im Schwarzwald verbunden.
Konstruktion und Technik
Hersteller: Henschel & Sohn, Kassel
Baujahre: 1932–1933
Anzahl gebauter Lokomotiven: 10 (Nummern 85 001–010)
Bauart: 1’E1’ h3t (Einheitslok mit drei Zylindern)
Leistung: ca. 1.103 kW
Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h
Dienstmasse: 133,6 Tonnen
Anfahrzugkraft: ca. 280 kN
Brennstoffvorrat: 4,5 Tonnen Steinkohle
Wasservorrat: 14 m³
Die Lokomotiven verfügten über ein Dreizylinder-Heißdampftriebwerk, das von der Baureihe 44 übernommen wurde. Der Kessel entsprach weitgehend dem der Baureihe 62. Die robuste Konstruktion ermöglichte den Einsatz auf extremen Steigungen bis zu 57,14 ‰.
Einsatzgebiet: Die Höllentalbahn
Die Baureihe 85 wurde speziell für die Umstellung der Höllentalbahn von Zahnrad- auf Reibungsbetrieb entwickelt. Ab 1933 ersetzten sie die Zahnradlokomotiven und bewältigten die steilen Rampen zuverlässig. Neben dem Einsatz als Schiebelok wurden sie auch für Reise- und Güterzüge verwendet.
Ausmusterung und Verbleib
Mit der Elektrifizierung der Höllentalbahn und der Umstellung auf die DB-üblichen 15 kV / 16 2/3 Hz im Jahr 1960 begann die Ausmusterung der Baureihe 85. Die meisten Lokomotiven wurden bis 1961 außer Dienst gestellt. Eine Ausnahme bildete die Lok 85 007, die noch bis Ende 1961 auf der Steilrampe Erkrath–Hochdahl eingesetzt wurde.
Heute ist 85 007 die einzige erhaltene Maschine dieser Baureihe. Sie gehört der Stadt Freiburg im Breisgau und steht als technisches Denkmal im ehemaligen Bahnbetriebswerk Freiburg unter einem schützenden Hallendach.
Fazit
Die DB Baureihe 85 war ein technisches Meisterwerk ihrer Zeit – kraftvoll, zuverlässig und speziell für extreme Bedingungen gebaut. Ihr Spitzname „Bulle vom Höllental“ ist mehr als gerechtfertigt. Sie steht heute als Symbol für die Ingenieurskunst der Einheitslokomotiven und die Herausforderungen des Bahnverkehrs im Schwarzwald.
- Details
- Zugriffe: 315
Die GG1 der Pennsylvania Railroad – Eine Ikone der amerikanischen Eisenbahngeschichte
Die GG1 war eine legendäre Elektrolokomotive der Pennsylvania Railroad (PRR), die zwischen 1934 und 1943 gebaut wurde und fast 50 Jahre lang das Rückgrat des Schnellzugverkehrs im Nordosten der USA bildete.
Technische Daten
Hersteller: General Electric, Baldwin Locomotive Works, PRR Altoona Works
Anzahl gebaut: 139 Stück
Achsformel: (2′Co)(Co2′) – zwei dreiachsige Triebdrehgestelle mit je einem zweiachsigen Laufdrehgestell
Leistung: bis zu 8.500 PS kurzfristig, 4.620 PS dauerhaft
Höchstgeschwindigkeit: 161 km/h (Personenzüge), 145 km/h (Güterzüge)
Stromsystem: 11–13 kV, 25 Hz Wechselstrom über Oberleitung
Fahrmotoren: 12 × GEA-627-A1 mit je 288–385 PS
Design und Ästhetik
Die stromlinienförmige Karosserie wurde vom berühmten Industriedesigner Raymond Loewy überarbeitet. Er ersetzte die genietete Konstruktion des Prototyps durch eine geschweißte Ausführung und entwarf die ikonische Lackierung mit fünf goldenen Streifen auf Brunswick-Grün.
Historischer Hintergrund
Die GG1 entstand als Antwort auf die unzureichende Leistung der P5a-Lokomotiven.
Zwei Prototypen wurden getestet: die R1 von Westinghouse und die GG1 von General Electric. Die GG1 überzeugte durch bessere Kurvengängigkeit und wurde in Serie gebaut.
Die erste GG1 (Nr. 4800, „Old Rivets“) fuhr 1935 den Eröffnungszug der elektrifizierten Strecke Washington–New York.
Einsatz und Bedeutung
Eingesetzt bei PRR, Penn Central, Conrail, Amtrak und New Jersey Transit.
Transportierte u. a. die Beerdigungszüge von Präsident Franklin D. Roosevelt (1945) und Robert F. Kennedy (1968).
Einige GG1 wurden später für den Güterverkehr umgerüstet.
Erhaltene Exemplare
16 Lokomotiven sind heute in Museen erhalten, darunter:
PRR 4800 im Railroad Museum of Pennsylvania
PRR 4935 („Blackjack“)
PRR 4876, die nach einem spektakulären Unfall 1953 wieder aufgebaut wurde
Ausmusterung
Die GG1 wurde 1983 außer Dienst gestellt. Gründe waren u. a. Risse im Gussrahmen, Asbest in der Isolierung und PCB-haltiges Öl in den Transformatoren, was eine Restaurierung heute nahezu unmöglich macht.

Das Modell stammt von Bachmann.
- Details
- Zugriffe: 399
Beim Besuch im Märklineum ist mir im Outlet Store ein Wagen ins Auge gesprungen.


- Details
- Zugriffe: 290
🚂 Die GMA/M der South African Railways – Die letzte große Garratt-Generation
Die Klasse GMA/M war eine Serie von Garratt-Dampflokomotiven, die zwischen 1954 und 1958 von den South African Railways (SAR) in Dienst gestellt wurden. Mit 120 gebauten Exemplaren war sie die weltweit größte Garratt-Klasse und ein technisches Meisterwerk für den Einsatz auf südafrikanischen Haupt- und Nebenstrecken.
Technische Eckdaten
Bauart: Garratt (Articulated Steam Locomotive)
Achsformel: 4-8-2+2-8-4 („Double Mountain“)
Leistung: ca. 60.700 lbf Zugkraft
Länge: über 41 Meter (inkl. Tender)
Gewicht: bis zu 246 Tonnen (GMAM-Version)
Brennstoff: Kohle, mit mechanischem Stoker
Wasserkapazität: bis zu 9.500 Liter (GMAM) + zusätzlicher Wassertender
GMA vs. GMAM – Was ist der Unterschied?
Die Lokomotiven konnten je nach Bedarf als GMA (Branch Line) oder GMAM (Main Line) konfiguriert werden:
GMA: geringere Vorratskapazität, für leichtere Strecken
GMAM: größere Kohle- und Wasservorräte, für lange Hauptstrecken
Die Umrüstung war einfach durch Einbau oder Entfernung von Trennplatten in den Vorratsbehältern
Hersteller
Henschel & Sohn (Deutschland)
Beyer, Peacock & Co. (England)
North British Locomotive Company (Schottland)
Einsatzgebiete
Über ganz Südafrika verteilt, u. a. in Pietermaritzburg, George, Oudtshoorn
Vor Güter- und Personenzügen, oft im Vorspannbetrieb
Auch in Mosambik und Simbabwe zeitweise im Einsatz
Ausmusterung und Erbe
Letzter regulärer Einsatz bei der SAR: 1984
Einige Lokomotiven wurden an Industriebahnen verkauft, z. B. an die Randfontein Estates Gold Mines (REGM), wo sie bis in die 1990er-Jahre fuhren
Heute sind mehrere Exemplare erhalten, u. a. bei Sandstone Heritage Trust und im Summerlee Museum in Schottland
Modelle
DJH Model Loco war ein englischer Hersteller von Weissmetallbausätzen. Die Modelle waren durchwegs anspruchsvoll. Das Unternehmen wurde 2024 eingestellt, die Produkte sollen aber weiter erhältlich sein.

Ich konnte vor etlichen Jahren eine Bausatz aus England importieren. Damals war das Vereinigte Königreich noch in der EU. Obwohl in Südafrika auf Kapspur gefahren wird hat das Modell 16,5mm Spurweite. Damit kan auch auf der Anlage gefahren werden.
- Details
- Zugriffe: 219
🚂 Die kkStB Reihe 109 – Eleganz und Leistung auf österreichischen Schienen
Die Reihe 109 der kaiserlich-königlichen österreichischen Staatsbahnen (kkStB) war eine elegante und leistungsstarke Schnellzuglokomotive, die ab 1910 für den hochwertigen Personenverkehr auf Hauptstrecken eingesetzt wurde. Sie gilt als Höhepunkt der Entwicklung österreichischer 2’C-Schlepptenderlokomotiven vor dem Ersten Weltkrieg.
Technische Merkmale
Bauart: 2’C h2 (Pacific mit zwei Zylindern, Heißdampf)
Hersteller: StEG, Floridsdorf, Wiener Neustadt, Budapest
Leistung: ca. 1.140 kW (1.550 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h
Treibraddurchmesser: 1.740 mm
Dienstmasse: ca. 67 Tonnen
Kesselüberdruck: 13 bar
Heizfläche gesamt: über 170 m²
Historischer Hintergrund
Entwickelt von Ernst Prossy und Hans Steffan, basierend auf Entwürfen von Eustach Prossy.
Die Lokomotiven wurden für die Südbahn gebaut, um die Reisezeit zwischen Wien und Triest deutlich zu verkürzen.
Insgesamt wurden 44 Stück bis 1914 gebaut, stationiert u. a. in Wien, Innsbruck, Marburg und Triest.
Internationale Verbreitung
Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die Lokomotiven auf verschiedene Länder verteilt:
Österreich: 17 Stück (BBÖ Reihe 209, später ÖBB Reihe 38)
Jugoslawien: 13 Stück (JDŽ Reihe 03)
Italien: 13 Stück (FS Reihe 653)
Ungarn: 10 Stück (MÁV Reihe 302)
Erhaltene Lokomotiven
109.13: betriebsfähig im Eisenbahnmuseum Strasshof, Österreich
109.109: betriebsfähig im Lokopark Budapest, Ungarn
03-002: erhalten im Eisenbahnmuseum Ljubljana, Slowenien
Diese Lokomotiven sind heute beliebte Stars bei Nostalgiefahrten und Museumsveranstaltungen – ein lebendiges Zeugnis österreichischer Ingenieurskunst.

kkStB109 Werkbild ROCO
- Details
- Zugriffe: 355
Die kkStB Reihe 108 – Die elegante „Atlantic“ aus Alt-Österreich
Die Reihe 108 der kaiserlich-königlichen österreichischen Staatsbahnen (kkStB) war eine der fortschrittlichsten Schnellzuglokomotiven ihrer Zeit. Sie wurde ab 1901 gebaut und war die erste vierzylindrige Verbundlokomotive mit der Achsformel 2’B1’ („Atlantic“) in Österreich – ein Meilenstein des Lokomotivbaus unter der Leitung von Karl Gölsdorf.
Technische Highlights
Bauart: 2’B1’ n4v (vierzylindrige Heißdampf-Verbundlok)
Leistung: Dauerleistung ca. 1.400 PS, Spitzenleistung bis 1.600 PS
Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h (erprobt bis 143 km/h!)
Treibraddurchmesser: 2.140 mm – ideal für Schnellzüge
Kesselüberdruck: 15 atm
Tender: meist mit Gölsdorf-Tendern der Reihe 86 für Langstrecken
Hersteller und Bauzeit
Böhmisch-Mährische Maschinenfabrik (BMMF)
Wiener Neustädter Lokomotivfabrik
StEG (Staats-Eisenbahn-Gesellschaft)
Baujahre: 1901–1910
Stückzahl: 25 für kkStB, 11 für Südbahn (SB)
Historischer Kontext
Die Lokomotiven wurden für hochwertige Schnellzüge wie den Wien–Rom–Neapel-Express eingesetzt.
Die Südbahn-Versionen erhielten kürzere Tender wegen kleinerer Drehscheiben.
Nach dem Ersten Weltkrieg gingen viele Maschinen an die ČSD (Reihe 275.0), einige auch zur BBÖ, PKP und CFR.
Internationale Karriere
ČSD: 24 Maschinen als Reihe 275.0, Einsatz bis 1948
PKP: z. B. Lok 108.15 als Pf11-1
CFR: Lok 108.14, jedoch früh ausgemustert
BBÖ: übernahm die Südbahn-Loks nach 1923
Design und Auszeichnungen
Lok 108.22 erhielt 1906 auf der Weltausstellung in Mailand einen „Grand Prix“ für ihr Design.
Das Design war stark vom britischen Lokomotivbau beeinflusst, den Gölsdorf auf Studienreisen erkundet hatte.

kkStb108 Katalogbild (Micro Metakit, Quelle: brassdepartment.com)
